Das elektronische Lastschriftverfahren (ELV) ist nach einer gemeinsamen Erhebung von BTE und dem EHI Retail Institute für den Modefachhandel unverändert die preisgünstigste unbare Zahlungsart. Einzelhandelsweit lag dessen absolute Ausfallquote (nach Mahnungen etc.) in 2009 trotz einer moderaten Steigerung lediglich bei 0,065 Prozent vom (nicht versicherten) Lastschriftumsatz (2008: 0,057 Prozent; 2007: 0,070 Prozent). Allerdings haben sich die vorläufigen Ausfälle (Rücklastschriften-Quote vor z.B. Mahnungen) etwas deutlicher auf 0,240 Prozent vom Lastschriftumsatz erhöht (2008: 0,190 Prozent; 2007: 0,247 Prozent). Danach können rund drei Viertel der Rücklastschriften nach nochmaliger Einreichung, Mahnung, Inkasso etc. wieder eingebracht werden. Im Modefachhandel sind die Ausfälle geringer. Kleine und mittlere Mode-, Schuh- und Lederwarengeschäfte (bis 30 Mio. EUR Jahresumsatz) erlitten im Jahr 2009 lediglich einen Total-Ausfall in Höhe von 0,02 Prozent. Und auch der vorläufige Ausfall betrug nur 0,10 Prozent vom Lastschriftumsatz. Bei Mode- und Schuhhäusern mit Jahresumsätzen über 30 Mio. EUR lag der Total-Ausfall ebenfalls bei 0,02 Prozent. Allerdings betrug der vorläufige Ausfall in dieser Größenklasse 0,19 Prozent vom Lastschriftumsatz. Die Hälfte der Umfrageteilnehmer versichern ihre Lastschriftumsätze bei ihrem Zahlungsdienstleister gegen Ausfälle (und die damit verbundenen Arbeiten). Die Nutzer zahlen dafür – je nach Umsatzgröße – in der Regel zwischen 0,15 und 0,25 Prozent vom Lastschriftumsatz. Die Ausfallgebühr liegt damit also unterhalb der 0,3-Prozent Autorisierungsgebühr von girocard (vormals electronic cash). Zudem birgt ELV kaum Risiken bezüglich technischen Systemausfalls, was bei girocard immer wieder mal vorkommt. Trotz dieser Nachteile war girocard 2009 im Textilfachhandel nach der Barzahlung (37,5 Prozent) mit einem Anteil von 31,7 Prozent die beliebteste unbare Zahlungsart. Auf ELV entfielen 16,2 Prozent und auf die Kreditkarte 9,5 Prozent. Deutlich anders ist die Verteilung bei den Textildiscountern, wo wegen der niedrigen Bons 74,1 Prozent bar abgewickelt wurde. Auf ELV entfielen hier 19,1 Prozent, auf girocard 4,9 Prozent und auf die Kreditkarte lediglich 1,3 Prozent des Umsatzes. Diese Einteilung in Textilfachhandel und –discounter wurde in der aktuellen Untersuchung erstmalig vorgenommen, so dass keine Veränderungen zu den Vorjahren errechnet werden konnten. Sonderkonditionen für den elektronischen Zahlungsverkehr über die EFG European Fashion Group.