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100 Jahre HDE: Faire Wettbewerbschancen für Handel gefordert

Anlässlich des Festakts zum 100-jährigen Verbandsjubiläum forderte HDE-Präsident Josef Sanktjohanser im Beisein von Bundespräsident Walter Steinmeier klare ordnungspolitische Leitplanken, damit alle Unternehmen faire Chancen haben, im digitalen Handel erfolgreich zu sein.

  

Insbesondere der Mittelstand fühle sich angesichts der ungeheuren Marktmacht global agierender Online-Riesen schnell abgehängt und sei auf faire Wettbewerbsbedingungen angewiesen, für die die Politik die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen müsse. Außerdem setze der HDE auf ein Europa der Freizügigkeit für Personen, Waren, Dienstleistungen und Kapital. „Im globalen Wettbewerb kann nur ein starkes, geeintes Europa Fairness und Freiheit garantieren“, so Sanktjohanser, der selbst aus dem Lebensmittelhandel kommt.

  

Angesichts der anstehenden Europawahl hatte der HDE zuvor auch noch einmal darauf hingewiesen, dass er sich u.a. dafür einsetzt, dass pauschale Plattformverbote in jedem Fall als unzulässig gelten sollen. Kleinere Händler, so die Argumentation des HDE, finden den Zugang zum Kunden im Internet nur über Online-Plattformen. Die Entscheidung, über welchen Kanal der Händler den Kunden seine Ware anbiete, müsse allein bei ihm liegen. Unzulässige Wettbewerbsbeschränkungen müssten auch in Zukunft verhindert werden. Diese Position habe der HDE auch dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mitgeteilt. Hintergrund: Da die derzeit aktuelle Vertikal-Gruppenfreistellungsverordnung in drei Jahren ihre Gültigkeit verliert, hat das BMWi gerade ein Anhörungsverfahren zu diesem Thema eingeleitet.