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2018: Umsatz mit Bekleidung und Textilien leicht gesunken

Unterschiedliche Entwicklungen der einzelnen Vertriebswege

 

 

 

Nach ersten Hochrechnungen des BTE ist der Einzelhandelsumsatz mit Bekleidung sowie Haus- und Heimtextilien im letzten Jahr um rund 1,5 Prozent gesunken. Insgesamt lag das Marktvolumen von Textilien und Bekleidung im Einzelhandel in Deutschland 2018 damit bei rund 65 Milliarden Euro. Die Entwicklung der einzelnen Vertriebsformen verlief allerdings unterschiedlich. Einzelheiten:

 

  • Mittelständische Boutiquen und Modehäuser dürften ihren Vorjahres-Umsatz um durchschnittlich zwei bis drei Prozent verfehlt haben. Der Fachhandel mit Haus und Heimtextilien beendete 2018 ebenfalls mit einem niedrigen Minus. Die Bandbreite ist bei allen diesen stationären Fachgeschäften allerdings groß und reicht von zweistelligen Umsatzverlusten bis zu ordentlichen Zuwachsraten.
  •  Auch bei den statistisch zum Fachhandel zählenden vertikal organisierten Modeketten wie C&A, H&M, Primark, Kik oder Zara gab es merkliche Unterschiede. Der BTE geht aktuell aber davon aus, dass die vertikalen Modeanbieter im letzten Jahr leicht, und zwar um durchschnittlich ein Prozent an Umsatz verloren haben. Auch hier wurde mitunter ein Umsatzplus erzielt, das in vielen Fällen jedoch die Folge von Flächenexpansion war.
  •  Auf den gesamten Bekleidungsfachhandel entfielen nach BTE-Hochrechnungen rund 32 Milliarden Euro. Weitere knapp fünf Milliarden Euro Umsatz erzielte der Fachhandel mit Heim- und Haustextilien. Zusammen kommen die auf Bekleidung und Textilien spezialisierten Handelsunternehmen damit auf einen Marktanteil von ca. 57 Prozent.
  •  Für den Versand- bzw. Onlinehandel schätzt der BTE, dass 2018 rund fünf Prozent mehr Bekleidung und Textilien über diesen Weg verkauft wurden. Der gesamte Distanzhandel erreicht damit nach BTE-Hochrechnungen einen Umsatz von ca. 14,5 Milliarden Euro, was einem Marktanteil von über 22 Prozent entspricht.
  •  Die übrigen fast 21 Prozent des Textil- und Bekleidungsmarktes teilen sich Warenhäuser, Lebensmitteldiscounter und alle anderen Handelsbranchen, die textile Sortimente führen. Der darauf entfallende Umsatz liegt nach ersten BTE-Schätzungen bei 13,5 Milliarden Euro.