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Social Media: Imageanalyse der wichtigsten Plattformen

Das Image von Facebook hat sich offenbar weiter verschlechtert. Die Plattform wird als wenig authentisch und wenig vertrauenswürdig eingestuft. Trotzdem hat sie nach wie vor die meisten Nutzer vor WhatsApp und YouTube. Jüngere User tummeln sich gerne auch auf Instagram, Snapchat und Pinterest.

 

Für die Kurzstudie „Social.Smart.Simple – Wie Händler über Social Media, Apps und Delivery Services die Customer Experience erhöhen“ haben das E-Commerce-Center Köln (ECC Köln) zusammen mit Logistikspezialist Hermes Nutzungsfrequenz und Imageprofil der bekanntesten Social-Media-Kanäle untersucht. Basis der Untersuchung ist eine Befragung von 1.000 Onlineshoppern.

 

Dabei wurde deutlich, dass WhatsApp am meisten genutzt wird: 76 Prozent aller Befragten und sogar 97 Prozent der 18- bis 25-Jährgen nutzen die Messenger-App täglich. Facebook wird von jedem zweiten täglich genutzt, dicht gefolgt von YouTube. Die jüngeren User sind auch bei Instagram und Snapchat sehr aktiv und rufen beide Plattformen zwischen 13- bis 14mal pro Tag auf.

In punkto Image schneidet Facebook am schlechtesten ab. Aufgrund des vergleichsweise hohen User-Alters wird das soziale Netzwerk nach dieser Studie für die junge Zielgruppe immer unattraktiver. Eine gewisse Grundskepsis besteht allerdings auch gegenüber den zu Facebook gehörenden sozialen Netzwerken Instagram und WhatsApp. Trotz der Datenskandale möchten aber nur wenige auf deren Nutzung verzichten, da die Plattformen schon zu sehr im Alltag verankert sind.

Auffallend positiv schneidet Pinterest ab. Das bildbasierte Inspirationsnetzwerk, bei dem es mehr um Kreativität und weniger um Selbstdarstellung geht, wird als besonders authentisch und innovativ bewertet.

 

Die Studienautoren gehen davon aus, dass sich Social Shopping über die neuen Kauf-Buttons in den Netzwerken noch deutlicher im Alltag der Konsumenten verankern wird: „9 von 10 Onlineshoppern sind heute in sozialen Netzwerken unterwegs. Sie gehören damit nicht nur zu den alltäglichen Bewegungsräumen, sondern nehmen auch Einfluss auf den Konsum. So verfügen Instagram und Pinterest mittlerweile über eine Social Shopping-Funktion, die die klassische Customer Journey völlig auf den Kopf stellt“, so Sabrina Mertens, Leiterin des ECC Köln.