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L&T, Osnabrück: Customer Centricity 4.0

L&T baut seine Präsenz am Standort Osnabrück weiter aus. Nach dem Sporthaus im letzten Jahr, ging jetzt das Young Fashion Konzept Sygn an den Start. „Wir glauben an den stationären Handel und wollen, dass unser Haus Treffpunkt für alle Zielgruppen ist“, so Thomas Ganter, Geschäftsführer beim Platzhirschen mit über 25.000 qm Verkaufsfläche.

 

„Größe allein reicht aber schon lange nicht mehr aus, damit die Kunden zu uns kommen. In Sachen Sortimentsverfügbarkeit sind uns die Onliner um Längen voraus. Wir bieten unseren Kunden lieber Erlebnisse, Service und attraktive Gastronomiekonzepte und pushen damit die Frequenz in unserem Haus“, führte der 50-Jährige weiter aus. Ein Beispiel hierfür sei die Surferwelle im neuen Sporthaus, die die erwünschte Anziehungskraft entfaltet hat. Allein im Dezember wurden 2.000 Gutscheine à 34 Euro verkauft. Allerdings seien die Surfer älter als erwartet, schmunzelt Ganter: „Wir begeistern damit eher die 40- bis 60-Jährigen, als die Generationen Y und Z.“

 

Letztere stehen dafür beim gerade neu eröffneten Konzept Sygn im Fokus. Der 1.800 qm große Young Fashion Store soll losgelöst von der Dachmarkenstrategie als eigenständige Marke aufgebaut werden. Er ist dort entstanden, wo früher die Sportabteilung platziert war, hat zwei eigene Eingänge und unterscheidet sich in punkto Storedesign und Marketing deutlich vom Haupthaus. „Hier sollen sich ausschließlich die 15- bis 25-Jährigen tummeln“, betont Ganter.

 

Ein anderes Projekt, das auf der To-do-Liste bei L&T ganz oben steht, ist die Digitalisierungsstrategie, führte der Geschäftsführer weiter aus. Dabei ginge es nicht nur um die digitale Kundenansprache und -bindung, sondern um die Digitalisierung sämtlicher Kommunikations- und Steuerungsprozesse im Unternehmen und mit externen Partnern. Beispiele hierfür seien das neue CRM-System, die Kunden-App, ein Tool für den Datenaustausch mit den Lieferanten, digitale Personaleinsatzplanung sowie die neuen Kundenfeedback-Terminals im Sporthaus. Seit acht Wochen gibt es außerdem einen Online-Shop, der eher als digitales Schaufenster konzipiert ist. Hier präsentieren die L&T Style-Coaches, die auch fürs Personal Shopping zuständig sind, ihre Lieblingsoutfits. „Wir könnten dort auch 10.000 Artikel reinstellen, aber für uns ist dies eher ein Marketing- als ein Absatzkanal. Die Customer Journey hat sich verändert und wir müssen hier frühzeitig mit einem Touchpoint präsent sein.“