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Modehaus Maas, Bassum: „Wir müssen unsere eigene Frequenz schaffen“

2018 war für das Modehaus Maas das erfolgreichste Jahr in Sachen Ertrag. Und dies an einem ländlichen Standort in der Nähe von Bremen, der alles andere als optimal ist. Vielen Aktionen und Events sowie die Optimierung des Marketing-Mix haben maßgeblich dazu beigetragen.

 

Ein zentraler Baustein im neuen Konzept vom Modehaus Maas ist das Gottlieb’s im 1. Obergeschoss. Dies ist eine Eventfläche mit Gastroküche und großem Tisch, die im Verkaufsalltag als Anzugabteilung dient. Für Veranstaltungen werden die Rollständer mit den Anzügen einfach herausgeschoben. Dank einer gläsernen Trennwand und den angeschlossenen Kundentoiletten kann sie auch außerhalb der Öffnungszeiten genutzt werden. Dort finden Lesungen, Kochevents, Sofakonzerte, Gin-Verkostungen oder Fotovorträge statt. „Die werden meistens von externen Partnern veranstaltet, sodass der zeitliche und kostenmäßige Aufwand für uns gering ist. Gleichzeitig sind die Veranstaltungen eine tolle Werbung für unser Haus“, erklärt Michael Maas.

 

Darüber hinaus gibt es aber auch eine Reihe von Events, die das Maas-Team selbst organisiert und die auf der Verkaufsfläche stattfinden. Dazu gehört z.B. der Spieleabend „Du gegen Maas“ oder der „Glückstag“ bei dem sich alles um das Thema Glück drehte. Dabei wurden u.a. 760 Glücksdosen mit kleinen Gutscheinen verteilt, die ausschließlich am ersten Samstag nach der Veranstaltung eingelöst werden konnten. 460 Kunden machten davon Gebrauch und sorgten so für viel Frequenz. Hin und wieder wird auch der Parkplatz vor dem Haus zur Eventfläche. Dort werden dann ein Streetfood-Market oder ein Icecream-Festival veranstaltet.

 

Um die Kosten für all diese Aktivitäten im Rahmen zu halten, sucht sich Maas Partner aus dem Umkreis. So übernehmen z.B. Cateringanbieter aus der Region kostenlos die Verkostung der Kunden bei der jährlichen Fashion-Show, um so für ihren Service zu werben. Und beim eigenen Marketing wird immer häufiger auf Social-Media-Kanäle wie Facebook gesetzt, sodass die Kosten für Printwerbung reduziert werden konnten.

 

Inzwischen ist Maas auch unter die Gastronomen gegangen. Neben dem Bistro im Modehaus betreibt er in Bassum als Franchisenehmer eine ‚Schlecks‘-Filiale mit leckerem Eis sowie eine Weinbar. „Wir probieren vieles aus und verfahren oft nach dem Motto ‚Einfach-mal-machen‘. In unserer Werbegemeinschaft am Standort werden solche Ideen leider oft eher blockiert als unterstützt“, ärgert sich Maas.