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NAP-Umfrage startet Ende Juli

Unternehmen ab 500 Mitarbeiter ggf. betroffen

 

Am 21. Dezember 2016 wurde der „Nationale Aktionsplan zur Umsetzung der VN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte (2016–2020)“ (NAP) im Bundeskabinett verabschiedet. In Kapitel III des NAP hat die Bundesregierung ihre Erwartung an Unternehmen formuliert, den im NAP beschriebenen Prozess der unternehmerischen Sorgfaltspflicht für die Achtung der Menschenrechte in einer ihrer Größe, Branche und Position in der Liefer- und Wertschöpfungskette angemessenen Weise einzuführen. Dieser Prozess umfasst die folgenden fünf Kernelemente:

  • eine Grundsatzerklärung zur Achtung der Menschenrechte
  • ein Verfahren zur Ermittlung tatsächlicher und potenziell nachteiliger Auswirkungen auf die Menschenrechte
  • Maßnahmen zur Abwendung negativer Auswirkungen und Überprüfung der Wirksamkeit dieser Maßnahmen
  • die Berichterstattung
  • einen Beschwerdemechanismus

Der Stand der Umsetzung der fünf Kernelemente in den Unternehmen wird seit Juni 2018 durch ein Monitoring überprüft. Das Ziel dieser Erhebungen ist zu ermitteln, ob 2020 mindestens 50 Prozent der in Deutschland ansässigen Unternehmen mit über 500 Beschäftigten die im NAP beschriebenen Kernelemente in ihre Unternehmensprozesse integriert haben. Sofern keine ausreichende Umsetzung der Kernelemente erfolgt, ist gemäß NAP vorgesehen, dass die Bundesregierung weitergehende Schritte bis hin zu gesetzlichen Maßnahmen prüft.

 

Das Monitoring wird im Auftrag der Bundesregierung durch ein Konsortium unter der Verantwortung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young GmbH durchgeführt. Dazu wird ab Ende Juli eine Stichprobe von rund 1.800 Unternehmen angeschrieben. Der BTE empfiehlt die Teilnahme an der Umfrage, um ggf. weitergehende gesetzliche Schritte zu verhindern.

 

Wichtig: Aus Datenschutzgründen werden die Fragebögen an die allgemeine E-Mail-Adresse (z.B. info@...) geschickt. Weitere Informationen unter www.wirtschaft-menschenrechte.de.