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Inhabergeführter Modehandel: 2018 ordentlicher Gewinn

Ergebnisse des BTE-Jahresbetriebsvergleichs

 

Die Teilnehmer am BTE-Jahresbetriebsvergleich - durchweg alle inhabergeführte, mittelständische Bekleidungsfachgeschäfte - haben das schwierige Jahr 2018 ordentlich abgeschlossen. Im Durchschnitt erzielten sie einen betriebswirtschaftlichen Gewinn in Höhe von 3,7 Prozent vom Bruttoumsatz. An dem Vergleich beteiligten sich insgesamt fast 100 Textilhandelsunternehmen mit Jahresumsätzen zwischen unter 300.000 und über 50 Mio. Euro brutto. Im Durchschnitt erzielten die Teilnehmer 2018 einen Brutto-Umsatz in Höhe von 6,4 Mio. Euro.

 

Bei den Umfrageteilnehmern standen einer Netto-Betriebshandelsspanne von 39,9 Prozent Kosten von 36,2 Prozent gegenüber. Sofern in der Handelsspanne der teilnehmenden Unternehmen nicht bereits enthalten, wurden zusätzlich Erträge aus Skonti und Boni in Höhe von durchschnittlich 1,0 Prozent erzielt. Für die Durchschnittsberechnung wurden die gemeldeten Zahlen gleich gewertet, eine Gewichtung nach Umsatz wurde nicht vorgenommen.

 

Ein Vergleich mit den vom BTE veröffentlichten Zahlen der Vorjahre ist nur schwer möglich, da Anzahl und Zusammensetzung der Teilnehmer unterschiedlich waren. Unternehmen, die 2017 und 2018 teilgenommen haben, mussten mehrheitlich Ertragseinbußen hinnehmen. Da aber einerseits einige in 2017 defizitäre Modegeschäfte ihre Daten nicht mehr gemeldet haben und andererseits einige erfolgreiche Häuser dazu gekommen sind, ergibt sich im Durchschnitt eine bessere Rendite als beim Betriebsvergleich für 2017, der einen Ertrag von 3,3 Prozent ausgewiesen hatte.

 

Die Rendite korreliert dabei stark mit der Umsatzgröße. Kleinere Unternehmen (bis 1 Mio. Euro Jahresumsatz) erzielen oft Betriebsergebnisse über fünf Prozent, da sie nur so auf einen ausreichend großen Überschuss in Euro kommen. Große Modehäuser lagen dagegen 2018 im Durchschnitt bei einer betriebswirtschaftlichen Rendite um ein Prozent.

 

Hinweis: Bei Vergleichen mit anderen Berichtskreisen und der Interpretation des Betriebsergebnisses ist zudem zu berücksichtigen, dass der kalkulatorische Unternehmerlohn mit umsatzbezogenen Werten von 1 bis 5 Prozent vom Umsatz vorgegeben wurde. Für größere Unternehmen ist ein Wert von 1 Prozent in etlichen Betriebsvergleichen üblich, bei kleinen Unternehmen gibt es zum Teil unterschiedliche Ansätze, die sich dann unmittelbar auf das Betriebsergebnis auswirken. Zum besseren Vergleich von Personen- und Kapitalgesellschaften wurde das Geschäftsführergehalt bereits seit 2013 beim Betriebsvergleich mit in diese Position aufgenommen.

 

Wichtig: Die Teilnehmer am BTE-Betriebsvergleich erhielten bereits Anfang August einen detaillierten Bericht, der auch Durchschnittswerte für verschiedene Größenklassen und Sortimentsschwerpunkte (Damenbekleidung, Herrenbekleidung und gemischtes Sortiment) enthielt.

 

Hinweis: Die detaillierten Ergebnisse des BTE-Betriebsvergleichs 2018 nach Teilbranchen sind im aktuell erschienenen „BTE-Statistik Report 2019“ aufgeführt.