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GfK-Studie: Konsumausgaben werden zurückgefahren

Ein Drittel der Deutschen geht davon aus, dass sich ihre finanzielle Situation verschlechtert und plant, weniger auszugeben sowie das Konsumverhalten stärker am tatsächlichen Bedarf auszurichten. Vom Handel werden überzeugende Hygienekonzepte erwartet. weiterlesen

 

Wie bereits an anderer Stelle berichtet, haben die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Beschränkungen die Verbraucherstimmung schwer getroffen. Dies belegen auch die GfK Konsumklima-Untersuchung und die aktuelle GfK-Studie ‚COVID-19 Consumer Pulse‘. Ein Drittel der Ende April befragten Konsumenten gab darin an, in den nächsten zwölf Monaten weniger Geld für langlebige Produkte wie Möbel, Auto, Fernseher ausgeben zu wollen. 26 Prozent werden auf den geplanten Urlaub verzichten und sieben Prozent wollen den Kauf von Kleidung, Uhren und Schmuck verschieben.

 

Die GfK erwartet, dass die Konsumenten in der aktuellen Phase der Wiedereröffnung sehr bedarfsorientiert einkaufen werden. Zunächst würden aufgeschobene und weiterhin notwendige Käufe nachgeholt. Dies gelte insbesondere für beratungsintensive Elektrogeräte und Artikel im Bereich Baby- und Kinderausstattung. GfK-Daten aus China zeigten, dass sich der stationäre Handel zwar langsam erhole, aber nach wie vor 23 Prozent unter dem Vorjahr liegt (Stand: 17. KW). „Das neue ‚Normal‘ wird durch ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld und knappere Verbraucherbudgets gekennzeichnet sein“, so Petra Süptitz, GfK-Expertin Consumer Insights.

 

Vom stationären Handel wird die Einhaltung von Hygienekonzepten erwartet. Außerdem sollten neue und auch digitale Dienstleistungen wie zum Beispiel Click & Collect, Online-Beratung, Lieferservices oder verschiedene Zahlungsmethoden angeboten sowie kreative Konzepte, die auf die Bedürfnisse der Verbraucher einzahlen, fortgesetzt werden.

 

Süptitz weiter: „Große Chancen bieten sich Händlern, wenn sie verstärkt digitale Apps und Medien zur Kundenkommunikation nutzen. Eine Möglichkeit könnte beispielweise sein, den Verbraucher kontinuierlich über Zeiten mit wenig Kundschaft bzw. Stoßzeiten zu informieren, sodass beim Einkaufen die Abstandsregeln besser eingehalten werden. So kann die Krise auch eine Chance sein, Geschäftsmodelle und Konzepte neu zu überdenken.“