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Digitalisierung: Bund und Länder unterstützen digitale Projekte

Im Rahmen der BTE Innovation Week wurden interessante digitale Dienstleistungen und innovative Tools vorgestellt. Die meisten von diesen Lösungen erfüllen die Kriterien für eine öffentliche Förderung. Andreas Reindl von der BBE Handelsberatung in München hat eine Übersicht über die Fördermöglichkeiten zusammengestellt.

 

In einem 15-minütigem Video gab der BBE-Handelsexperte Andreas Reindl während der BTE Innovation Week einen detaillierten Überblick über die Programme des Bundes und der Länder. Hier eine kompakte Zusammenfassung:

 

1. Das vom Bund aufgesetzte Programm ‚Digital jetzt‘ unterstützt Unternehmen mit drei bis 499 Mitarbeitern beim Erwerb digitaler Technologien (Hard- und Software) und der entsprechenden Qualifizierung der Mitarbeiter. Die Beantragung erfolgt direkt über https://www.digitaljetzt-portal.de/. Für 2020 sind die Mittel bereits ausgeschöpft, ab 1. Dezember 2020 können Anträge für 2021 gestellt werden.

 

2. Vom Bundeswirtschaftsministerium kommt das Programm ‚go digital‘. Förderfähig sind hierbei Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeitern und maximal 20 Mio. Euro Jahresumsatz. Unterstützt werden Beratungsmaßnahmen zur digitalen Markterschließung (z.B. Payment-Lösungen), zu digitalen Geschäftsprozessen (z.B. Web-Shop, Social Media Plattformen) und zur IT-Sicherheit (z.B. Maßnahmen gegen Cyber-Kriminalität). Die Beantragung läuft über ein autorisiertes Beratungsunternehmen. Informationen unter www.bmwi-go-digital.de.

 

3. Nahezu alle Bundesländer haben eigene Förderprogramme aufgesetzt, um die Digitalisierung im Mittelstand zu unterstützen. Dazu gehören z.B. der Digitalbonus Bayern, der ‚Innovationsgutschein Hightech Digital‘ von Baden Württemberg, der ‚Digitalbonus Niedersachsen‘ oder ‚MID-Digitalisierung‘ von NRW. Infos dazu finden sich auf den jeweiligen Websites der Wirtschaftsministerien der Länder.

 

Allen Förderprogrammen ist gemein, dass die Förderung vor dem Erwerb der digitalen Maßnahme beantragt und genehmigt werden muss. Bei Zuschüssen zwischen 30 und 50 Prozent muss jedes Unternehmen für sich bewerten, ob es die zum Teil längere Wartezeit in Kauf nehmen will.