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Andreas Unger: Kreative Ideen innovativer Modehändler

Beim Modehaus Gutbrod in Bayern wurden während des Lockdowns pro Tag zehn Auswahlpakete verschickt. Über die Kunden-App wurde das Angebot erfolgreich beworben. Die Kundenaktivierung via Push-News ist bei Modehäusern aber auch im Normalbetrieb wichtig. Akzeptanz und Responsequote sind hoch. Dies zeigen weitere Praxisbeispiele.

 

Ein wichtiger Erfolgsfaktor des mittelständischen Modehandels ist die Nähe zu den Kunden. In Verbindung mit einem leistungsfähigen CRM-System schafft sie die Voraussetzung für eine differenzierte und individualisierte Kundenansprache und -bindung. Immer mehr Händler nutzen hierfür digitale Tools wie eine Kunden-App oder Social-Media-Kanäle. Sie schätzen die unkomplizierte, flexible und kosteneffiziente Form der Kundenansprache. Diese war nicht nur während des Corona-Lockdowns wichtig, wie Andreas Unger von der Werbeagentur Hutter & Unger anhand einiger Praxisbeispiele aus seinem Kundenkreis aufzeigt:

 

Beispiel Pollozek, Pfarrkirchen:

  • 9.000 Nutzer der Pollozek Kunden-App
  • Die App ermöglichte die kurzfristige Absage geplanter Events, die durch den Lockdown nicht durchgeführt werden konnten
  • Kundenaktivierung nach Wiedereröffnung durch Push-News u.a. durch Angebot eines Rückwärtsgutscheins in Höhe von 200 Euro. Dieser Gutschein-Betrag wird den Kunden in 20 Prozent-Schritten beim Einkauf abgezogen. Nach jedem Einkauf wird den App-Kunden automatisiert der korrigierte Gutscheinbetrag angezeigt und sie werden so zu einem weiteren Besuch motiviert.

  

Beispiel Jung, Augsburg:

  • 30 Prozent der Kunden nutzen die Kunden-App von Jung
  • Start eines „Fashion at home-Service“ via Livestream oder Chat: Die Kunden konnten sich per Video beraten lassen und bekamen die gewünschten Artikel zugeschickt.
  • Zitat Katharina Ferstl (Inhaberfamilie): „Die Krise hat uns gezeigt, wie wichtig digitale Tools für unsere Kundenkommunikation sind. So konnten wir den Kunden auch ohne Webshop über „Fashion at home“ einen Online-Service anbieten.“

Beispiel Gutbrod, Freystadt:

  • Während des Lockdowns wurde zusammen mit Hutter & Unger das neue Angebot „Fashion at home“ implementiert. Die Kunden konnten sich vom Gutbrod-Team individuelle Outfitboxen zusammenstellen und schicken oder bringen lassen. Pro Tag wurden etwa 10 Boxen gepackt. Dieser Service wurde per App und über Social-Media-Kanäle beworben.
  • Außerdem konnten die Kunden unter dem Motto „Support your Local“ Gutscheine bestellen.
  • Aktuell wird an der Einrichtung eines Local Webshop gearbeitet.
  • Zitat Julian Gutbrod: „Dank unserer Kunden-App arbeiten wir kosteneffizienter und flexibler. Außerdem erreichen wir höhere Responsewerte.“

Beispiel Schönherr Sport, Neustift/Stubaital:

  • 80 Prozent der Kunden nutzen die Schönherr-App.
  • Während des Lockdowns wurde kurzfristig ein „digitaler Marktplatz“ aufgebaut: Die Kunden konnten sich dort komplette Outfitvorschläge ansehen und die Artikel bestellen.
  • Außerdem wurden die Kunden per Videochat beraten. Dieser Service soll auch in Zukunft angeboten werden.