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HAKA: Das gehört ins neue Sortiment

Kai Jäckel, Geschäftsführer der Beratungsagentur Herr Style Fashion aus Duisburg, bringt auf den Punkt, was in der Saison Frühjahr/Sommer 2021 an den Menswear-POS nicht fehlen sollte. Neben Overshirts, innovativen Hosen, Broken Suits, wertigen Shirts sowie Polos gehört auf jeden Fall gutes Storytelling dazu!

 

 

 

 

Foto: Bugatti

Herr Jäckel, welche Outfits sollte der Handel für die nächste Saison unbedingt im Sortiment haben?

 

Kai Jäckel: Outfits, die auf Hemdjacken und Overshirts aufbauen, deren Spektrum von Worker-Optiken bis hin zu smarten Casual-Optionen reicht. Dazu das Stehkragenhemd. Außerdem Broken Suits. Also Formalwear-Anzüge, die über cleane Indoor-Blousons oder Tunnelzughosen „gebrochen“ werden. Dazu wertige Shirts und Polos, ein Segment, das der Handel meines Erachtens unbedingt stärken sollte. Last, but not least, sollten Outfits rund um die innovative Hose aufgebaut werden, die den Look des Mannes komplett verändert. Die Themen lauten Checks, Stretch, Performance, Cargo.

 

Welche Farben beziehungsweise Dessinierungen geben den Ton an?

 

Kai Jäckel: Die Inspiration stammt aus der Natur. Erdiges Ecru, Sand, Offwhite spielen eine tragende Rolle. Dazu der Kontrast mit warmem Orange, Gelb, Blautönen. Das Outdoor-Segment ist nach wie vor von Powerfarben gekennzeichnet. Im Sommer kommen gewaschene Pastelle hinzu, die sich insbesondere bei Batik-, Dip-Dye-Effekten und floralen Drucken finden. Subtile Checks stehen im Mittelpunkt der Dessinierungen, erhalten aber Konkurrenz durch frische Streifen. Beim kommerziellen Hemd finden sich weiterhin Millefleurs.

 

 

Welche Materialien bzw. Materialeigenschaften sind die Spitzenreiter der Saison?

 

Kai Jäckel: Naturfasern wie Leinen und Hanf, auch in Mischungen. Seersucker als Highlight. Technische Funktionsmaterialien, besonders bei Outdoor. Vegane Leder-Optiken starten als neues Thema. Bei den Materialeigenschaften geht es um Schlagworte wie Sustainability, Travel-Comfort, Stretch, Performance, Hightech, Wertigkeit.

 

In welchen Marken erkennen Sie Aufsteigerpotenzial und warum?

 

Kai Jäckel: Neuen Marken fehlt im Moment einfach die Plattform einer Messe, um sich einem breiten Feld zu präsentieren. Auch das Kürzen der Orderlimits spricht nicht gerade für neue Marken und Experimente. Wenn eine neue Marke jetzt eine Chance haben möchte, dann muss sie ein witziges, hochprofessionelles Storytelling betreiben. So wie zum Beispiel „A Fish named Fred“. Denn gute Storys braucht der Männermarkt jetzt!