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Konsumstudie: Cross-Channel-Konzepte bieten Chancen

Viele Kunden, die während des Shutdowns erstmalig bestimmte Produkte online gekauft haben, haben die Bequemlichkeit des Online-Shoppings schätzen gelernt. Aber sie vermissen auch Service und Erlebnis. Mit durchdachten Cross-Channel-Konzepten kann der Fachhandel diese Kunden erfolgreich an sich binden.

  

44 Prozent der deutschen Verbraucher haben aufgrund der Corona-Pandemie erstmals Produkte online bestellt, die sie vorher ausschließlich stationär gekauft haben. Das Institut für Handelsforschung (IFH Köln) und Capgemini haben diese Online-Neulinge für die Studie „Retail of the Future – Consumer Insights“ befragt. Dabei wurde deutlich, dass es aufgrund der Zufriedenheit mit dem Erstkauf eine große Bereitschaft gibt, die jeweilige Produktkategorie auch zukünftig wieder online zu kaufen. Und zwar ganz unabhängig von der Corona-Pandemie.

Die am häufigsten genannten Vorteile sind: Lieferung ins Haus (75 Prozent), Unabhängigkeit von Öffnungszeiten (63 Prozent) sowie die große Produktauswahl (59 Prozent).

 

Im Segment Fashion & Accessoires gaben 45 Prozent der befragten Online-Neulinge an, „sehr wahrscheinlich“ auch in Zukunft wieder online kaufen zu wollen. Auch bei Sportartikeln und Sportbekleidung war die Zufriedenheit mit dem Online-Kauf groß (siehe Grafik):

Es wurde allerdings auch Kritik am Online-Shopping geäußert. Kritisiert wurden insbesondere die mangelnde Beratung und zu lange Lieferzeiten. Außerdem vermissen viele beim Online-Shopping Aspekte wie Service und Erlebnis. Da gleichzeitig immer mehr Konsumenten Wert darauf legen, bei regionalen Anbietern zu kaufen, können stationäre Händler hier mit geeigneten Cross-Channel-Konzepten punkten, wie Jens-Peter Gödde, Senior Projektmanager am IFH Köln, prognostiziert:

 

„Cross-Channel-Konzepte sind ein unumgänglicher Ansatz, wenn es um die Zukunftsperspektive des stationären Handels geht. Dass der Onlinekanal zielgruppenübergreifend immer wichtiger wird, liegt vor allem an der hohen Convenience. Das kann und muss der Handel vor Ort nutzen! So kann beispielsweise durch lokale Onlinemarktplätze oder Click-and-Collect-Lösungen bequemes Einkaufen mit Regionalität und Nachhaltigkeit verknüpft werden.“