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Modehaus Hagemeyer: Eigener Onlineshop in 18 Tagen

Eigentlich wollte das Modehaus Hagemeyer in Minden nie einen eigenen Onlineshop betreiben. Am 8. April wurde diese Einstellung revidiert. Und am 7. Mai ging die erste Bestellung ein. Dazwischen lagen 18 Tage mit viel Arbeit und vielen Learnings, wie Geschäftsführer Martin Heinzmann berichtete.

  

Eine Leidenschaft fürs Digitale – dies ist für Martin Heinzmann eine ganz wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Implementierung eines eigenen Onlineshops. Und wenn dies auch noch in weniger als einem Monat gelingen soll, sollte man seinen 100prozentigen Perfektionsanspruch zurückstellen. „Lieber 80 Prozent sofort als 100 Prozent irgendwann – dies war bei diesem Projekt unsere Handlungsmaxime, die normalerweise nicht unseren eigenen Maßstäben genügt.“ 

Bei Hagemeyer verkörpert Heinzmann diese Leidenschaft und dank seines Einsatzes in den Jahren zuvor, gab es bei dem Mindener Platzhirschen bereits vor Projektstart Near-Realtime-Bestände – eine weitere wichtige Voraussetzung für den Start ins Online-Business. Wichtige Projektpartner waren der IT-Spezialist Best IT sowie Fashion Cloud. Mit beiden arbeitete Hagemeyer bereits bei anderen Projekten zusammen. „Ohne den zentralen Datenpool Fashion Cloud, über den wir Zugriff auf Artikeldaten und Fotos unserer Artikel haben, könnten wir den Shop nicht in der jetzigen Form betreiben. Die technische Basis für einen Shop ist easy im Vergleich zu einer ausreichenden Datenbasis.“

 

Hagemeyer betreibt den Shop komplett allein. Das Picking erfolgt direkt auf der Fläche. Und ist nicht immer so einfach, wie Heinzmann anmerkt: „Nur die Mitarbeiter im Verkauf wissen genau, wo sich ein einzelner Artikel befindet. Dies war eine Lektion, die wir gelernt haben. Insgesamt sind wir mit Optik und Funktionsfähigkeit unserer Online-Filiale aber sehr zufrieden und setzen jetzt marketingmäßig alles dran, den Traffic zu erhöhen.“