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Plattformvertrieb: Über Marktplatzanbindung zum Omnichannel-Händler

Der Vertrieb über Plattformen ist für das Modehaus Rübsamen in Augsburg ein wichtiger Baustein der Digitalstrategie. Seit Anfang März ist es an Outfits24 angebunden und konnte damit während des Shutdowns einen Teil des Umsatzverlustes kompensieren.

 

Der Start bei Outfits24 war von Rübsamen-Geschäftsführer Marcus Vorwohlt von langer Hand geplant. „Wir haben bereits seit zwölf Jahren eigene Online-Shops für die Segmente Hosen, Hemden und Heimtextilien und sind durchaus digital affin. Trotzdem haben auch wir gemerkt, dass es immer schwerer wird, online dynamisches Wachstum zu generieren. Deshalb hatten wir bereits im letzten Jahr beschlossen, in den Plattformvertrieb einzusteigen, weil dort wesentlich höhere Reichweiten erzielt werden.“

 

Eine solche Hybridstrategie mit eigenem Online-Shop und der parallelen Anbindung an Online-Marktplätze verfolgen nach Beobachtung von Dr. Dominik Benner immer mehr Mode-, Schuh- und Sporthändler. „Ohne professionelles Online-Marketing ist es schwer, ausreichend Traffic auf dem eigenen Online-Shop zu generieren. Bei Outfits24 ist der Händler mit einem Klick auf 50 Kanälen live.“

 

Auch bedingt durch den Onboarding-Boom, den der Corona-Shutdown verursacht hat, sind bei Outfits24 inzwischen über 500 stationäre Geschäfte angeschlossen. Das Durchschnittsalter der Endverbraucher, die die Plattformen der Benner-Gruppe genutzt haben, sei dabei deutlich gestiegen, da sich auch viele ältere Konsumenten während der Schließungszeit mit dem Thema beschäftigt haben. „Damit ist die Möglichkeit des Onlinekaufs endgültig bei allen Verbrauchern angekommen. Das wird sich auch nicht mehr ändern. Umso wichtiger, dass sich alle Händler mit ihrer Digitalstrategie beschäftigen.“

 

Dies sieht auch Marcus Vorwohlt so. Zusätzlich zu seinen Spezial-Shops soll in diesem Jahr auch ein Rübsamen-Shop online gehen und als digitale Visitenkarte mit Bestandsübersicht und den Services Click&Collect und Click&Reserve fungieren. „Wir müssen die Sichtbarkeit des Modehauses im Netz erhöhen und den Kunden alle gewünschten Touchpoints bieten. Zukünftig sollten wir alle nicht mehr unterscheiden zwischen Kunden, die per Internet in unser Geschäft kommen oder durch die Tür. Das wird das ‚New Normal‘ sein.“