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Social-Media-Marketing: Die häufigsten Fehler

Social-Media-Plattformen wie Facebook, Instagram & Co. gehören inzwischen für viele Modehändler zu den wichtigsten Marketing-Kanälen. Doch auch beim Onlinemarketing gilt: die Konkurrenz ist groß. Um hier Relevanz zu erlangen bedarf es der richtigen Strategie und eines zielgruppenorientierten Ansatzes.

 

Trial and Error – nach diesem Prinzip verfahren viele Modehändler in Sachen Social Media, und dies muss nicht immer falsch sein. Es gibt allerdings Fehler, die vermeidbar und mit keinem relevanten Erkenntnisgewinn verbunden sind. Egon Wilcsek, Geschäftsführer der Agentur Socialbakers hat für die Marketing-Fachzeitschrift Horizont die acht häufigsten Fehler aufgeführt:

  

1. Sie haben keine Social-Media-Marketing-Strategie

Versuchen Sie, Ihre ganz eigene Social-Media-Strategie zu entwickeln – sie bildet die wesentliche Grundlage für alles Weitere. Eine Social-Media-Strategie zu haben, bedeutet jedoch nicht nur, täglich eine bestimmte Anzahl an Beiträgen zu veröffentlichen, sondern besteht aus weitaus mehr. Eine effektive Strategie beinhaltet neben einem Maßnahmenplan auch klar definierte Ziele. Zudem beschreibt sie den Einsatz verschiedener Beitragsarten (Bilder, Videos, Blogeinträge, Retweets, Hashtags oder Events) sowie das generelle Auftreten Ihres Unternehmens auf Social Media-Kanälen.

 

2. Sie denken, alle sozialen Netzwerke seien gleich

Diesen Fehler machen viele Unternehmen. Oftmals werden dieselben Inhalte in gleichem Format auf verschiedenen Kanälen geteilt. Jedoch ist jede Plattform auf ihre Weise einzigartig. Die verschiedenen Social-Media-Kanäle haben individuelle Stärken, Funktionen, Marketing-Tools und auch unterschiedliche Zielgruppen mit wiederum unterschiedlichen Demografien, Verhaltensweise und Interessen. Beachten Sie also, dass Ihre Marketingstrategie für jedes soziale Netzwerk individuell und auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnitten sein sollte.

  

3. Sie interagieren nicht mit Ihren Kunden oder Followern

Erhöhte Interaktion ist ein gängiger Key Performance Indicator (KPI) des Social-Media-Marketings. Stellen Sie sicher, dass Ihr Social-Media-Team möglichst schnell reagiert, wenn jemand auf Ihren Beitrag antwortet. Je häufiger Sie antworten (oder eine Antwort liken), desto eher werden auch Ihre Kunden aktiv werden. Jeder Kommentar auf der Seite Ihres Unternehmens bietet Gelegenheit, die Interaktion zu steigern und mehr Nutzer zum Mitmachen anzuregen.

 

4. Sie ignorieren, löschen oder kontern negative Kommentare

Negatives Feedback gibt Ihnen die Möglichkeit, die Qualität Ihrer Dienstleistung zu verbessern und Vertrauen innerhalb Ihrer Marken-Community aufzubauen. Schreibt ein Kunde, der mit dem Service unzufrieden ist, einen unfreundlichen, negativen Kommentar, ignorieren viele Marketingverantwortliche dies. Einige versuchen sogar, diese Kommentare zu löschen oder antworten mit noch harscheren Aussagen. Nehmen Sie negative Kommentare ernst und versuchen Sie, das Problem des Kunden zu lösen. Beschäftigen Sie sich zunächst in der Community mit ihm und versuchen Sie dann, die Konversation auf privaterer Ebene weiterzuführen.

  

5. Sie posten nicht regelmäßig

Sobald Sie eine Strategie entwickelt haben und regelmäßig Content veröffentlichen, kann schon ein einziger Tag ohne Posts Ihre Impressionen und Interaktionsraten beeinflussen und Ihre Social-Media-Aktivitäten beeinträchtigen. Hier kann es hilfreich sein, Beiträge automatisch für bestimmte Tages- oder Wochenzeiten zu planen. Außerdem sollten Sie vermeiden, ein Update nur deshalb zu posten, weil Sie es müssen – die lässt sich jedoch durch die gezielte Contentplanung mithilfe eines Social-Media-Kalenders verhindern.

 

6. Sie betreiben zu viel Markenwerbung

Wenn Sie Ihre Produkte oder Dienstleistungen zu stark bewerben, werden viele Ihrer Follower das Interesse verlieren. Reduzieren Sie Ihre Werbemaßnahmen auf ein Minimum. Best-Practices zufolge, sollte das Verhältnis von nichtwerblichen Posts zu Werbeposts 4:1 betragen. Nichtwerbliche Posts können Reposts sein sowie Bilder oder Fotos, die Ihre Markenkultur spiegeln. Ebenso interessant können How-to-Anleitungen, Infografiken oder Blogbeiträge sein. Versuchen Sie, etwas zu teilen, das Ihrem Publikum einen Mehrwert bringt.

 

7. Sie investieren nicht in Social-Media-Marketing

Jede soziale Plattform hat ihre eigenen Werbe- und Marketingkanäle, über die Sie mit Budget-Einsatz direkt Ihre Zielgruppe erreichen und Ihre Produkte und Dienstleistungen präsentieren können, sodass diese – basierend auf individuellen Interessen und Präferenzen – ggfs. zu potenziellen Kunden werden. Liefern Sie interaktive, ansprechende Inhalte wie Videos und Bilder, gewinnen Sie Leads und nutzen Sie die kostenpflichtigen Werbekanäle führender Social-Media-Plattformen - es kann Ihren ROI deutlich erhöhen.

 

8. Sie kontrollieren Ihre Ergebnisse nicht

Social-Media-Marketing ist eine wirkungsvolle Methode zur Bewerbung Ihres Angebots, die es möglich macht, Fortschritte und Erfolg in Echtzeit zu verfolgen. So können Sie jederzeit strategische Veränderungen an Ihrer Kampagne oder Zielgruppe vornehmen. Allerdings bedarf es immer einiger Optimierungen und Tests, bis die besten Ergebnisse erzielt werden können. Daher ist es notwendig, Social-Media-Kampagnen stetig zu beobachten und aus ihnen zu lernen.