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Visual Search: Schlechte Noten für Amazon bei der Bildersuche

Die Suche nach einem neuen Outfit per Foto wird von den Kunden noch nicht oft genutzt, könnte aber bald auf reges Interesse stoßen. Immerhin 75 Prozent der für eine Studie Befragten können sich vorstellen, ein solches Tool zu nutzen. Bei Amazon funktioniert es allerdings noch nicht besonders zuverlässig. weiterlesen

  

Dass Visual Search in den nächsten Jahren gerade beim Fashion-Shopping von den Kunden häufiger genutzt wird, ist gut vorstellbar: Kunden können ein Outfit, dass sie auf der Straße oder in einem Magazin bzw. im Web gesehen haben, abfotografieren und in den Suchmaschinen oder auf den Online-Plattformen hochladen. Im Idealfall führen die Treffer dann direkt zum Anbieter.

  

Das Beratungsunternehmen elaboratum hat sich in einer Studie mit der Akzeptanz und Leistungsfähigkeit von Visual Search in der Fashionbranche beschäftigt: 600 User haben insgesamt 3.600 Use-Case von sechs führenden Anbietern eines solchen Tools bewertet.

  

Die Studienergebnisse machen deutlich, dass die Akzeptanz auf jeden Fall vorhanden ist: Dreiviertel der Testpersonen können sich vorstellen, Visual Search in Zukunft zu nutzen, da es einfacher erscheint, Bilder abzugleichen als mit Text- oder Spracheingabe zu suchen.

  

Mit der aktuellen Leistungsfähigkeit der getesteten Tools zeigte sich die Hälfte aller Teilnehmer zufrieden. Am besten schnitt dabei Google ab. Asos belegte den zweiten und Zalando den dritten Platz. Überraschend schlecht schnitt Amazon im Praxistest ab:

Über alle Anbieter hinweg waren Männer mit der Leistungsfähigkeit der Tools zufriedener als die weiblichen User. „Frauen scheinen allgemein deutlich kritischer in der Bewertung der Suchergebnisse zu sein“, hält Studienautor Maximilian Kirschbauer fest und ergänzt: „Wie die Studienergebnisse zeigen, sind Nutzer mit hoher Internet-Affinität, Smartphone-Power-User und die Zielgruppe der unter 20-Jährigen von der Visual Search-Technologie besonders begeistert. Grundsätzlich sind die Ansprüche der breiten Masse an Visual Search jedoch hoch, sodass sich die Technologie auf lange Sicht noch verbessern muss, um eine nachhaltige Daseinsberechtigung im Markt zu manifestieren.“