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BTE-Kongress: Digitalisierung bei Schwesterherzen

Der süddeutsche Modefilialist Schwesterherzen ist in Sachen digitale Transformation gut aufgestellt und nutzt für die Mitarbeiter- und Kundenkommunikation selbst entwickelte Apps. Auf dem BTE-Kongress am 3. November in Köln stellt Juniorchefin Gaby Flatinger diese Tools vor und gibt auch Einblicke in das Private-Shopping-Konzept ‚Mein Kleiderzimmer‘.

 

Als Gaby Flatinger mit ihren beiden jüngeren Schwestern vor zwölf Jahren in das Unternehmen ihres Vaters Leo Vogt einstieg, wurden die vier Filialen von Vogt Mode mit Stammsitz in Bretten in Schwesterherzen umbenannt. Der Generationswechsel sollte auch nach außen sichtbar sein. Inzwischen gibt es fünf Filialen mit konsumiger DOB in Baden. Bei Gaby Flatinger in der Zentrale in Bretten laufen alle Fäden zusammen. Sie ist ein Zahlenmensch und treibt die schon früh begonnene digitale Transformation des Unternehmens weiter voran. „Digitalisierung gibt uns die Freiheit, uns besser um die Menschen zu kümmern. Sowohl um die Kundinnen als auch um unsere Mitarbeiterinnen“, ist die 42-Jährige überzeugt.

 

Für die interne Kommunikation nutzt sie beispielsweise die selbst entwickelte App Jola. „Über diesen Kanal versende ich Videobotschaften und Textnachrichten und erreiche alle Mitarbeitenden gleichzeitig, sodass alle immer auf dem gleichen Informationsstand sind. Diese Transparenz ist für uns alle sehr wichtig“, erklärt Gaby Flatinger. Die App dient zusätzlich auch als Recruitingtool. Interessenten können sich ohne Bewerbungsschreiben und Lebenslauf unkompliziert und schnell bewerben, indem sie einige Fragen beantworten. Die Fragen sind so persönlich gestellt, dass die Antworten nicht mithilfe von KI generiert werden können. Ein anderes wichtiges Tool ist die von der mittleren Schwester Sonja Kaiser entwickelte und vertriebene App Avatize. Mit ihr lassen sich Fotos aktueller Ware von der Verkaufsfläche in Sekundenschnelle in professionelle Modellbilder verwandeln. Diese Stylingvorschläge werden dann mehrmals wöchentlich per WhatsApp an die Kundinnen verschickt.

 

100 Prozent analog sind hingegen die Private-Shopping-Events, die unter dem Namen ‚Mein Kleiderzimmer‘ vermarktet werden. In vier der inzwischen fünf Filialen gibt es Shopping-Lounges, die gerne für Freundinnenabende genutzt werden. Durchschnittlich nimmt jede Teilnehmerin 5,8 Teile mit nach Hause und die Neukundinnenquote liegt bei 20 Prozent. „Außerdem beobachten wir, dass bestehende Kundinnen nach so einem Abend häufiger kommen und mehr kaufen“, freut sich Flatinger.

 

Auf dem BTE-Kongress Fashion-Emotion 4.0, der am 3. November in Köln stattfindet, gibt die engagierte Unternehmerin weitere Einblicke in die Strategie von Schwesterherzen.

 

Außerdem stehen diese Referenten bereits fest: 

  • Peter Eberle (Engelhorn) und Lisa Beck (atelier 522) über den kürzlich eröffneten Store ‚Fashion Universe‘ im Gridx in Luxemburg 
  • André Hennigers (Armedangels, Köln) 
  • Christian Klemp (Modehaus Zinser, Tübingen) 
  • ‚Vize-Zukunftshändlerin 2025‘ Angelika Winkler (Betty Friedel, Lohr/Main) 

Das Programm des BTE-Kongresses ist hier einsehbar.

 

Hinweis: Bis zum 31. August gilt für Mitglieder im EHV/EFG der Frühbuchertarif von 299 Euro zzgl. MwSt., danach liegt die Teilnehmergebühr für diese Zielgruppe bei 369 Euro zzgl. MwSt. Alle weiteren Preise finden sich unter diesem Link