Am 13. April hat der Koalitionsausschuss entschieden, dass die diskutierte Mehrwertsteuererhöhung zumindest vorerst nicht kommt. Sie war zuvor vom HDE und vielen weiteren Wirtschaftsvertretern massiv kritisiert worden. Auch BTE-Präsident Mark Rauschen hatte vor den Folgen für den Mode- und Schuheinzelhandel in Form von Geschäftsschließungen gewarnt.
Vor dem Hintergrund der aktuellen, mehr als angespannten wirtschaftlichen Lage der Modebranche mit deutlichen Umsatzrückgängen und Geschäftsaufgaben vorwiegend im stationären Textil-, Schuh- und Lederwareneinzelhandel sah auch der BTE die Diskussionen um eine Erhöhung der Mehrwertsteuer von derzeit 19 auf künftig 21 Prozent mehr als kritisch.
Der Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren verwies darauf, dass Kunden im Modebereich besonders sensibel auf Preissteigerungen reagieren. Als Folge würde die Nachfrage nach Bekleidung, Schuhen und Lederwaren einen zusätzlichen Dämpfer erfahren. Weiteren Geschäftsschließungen, vor allem im stationären Handel, würde damit Vorschub geleistet, was wiederum insbesondere in den Innenstädten zu zunehmenden Leerständen und Attraktivitätsverlusten führen würde. Zudem befürchtet der BTE, dass asiatische Billigstplattformanbieter die Profiteure sein könnten, deren teils illegalen Geschäftspraktiken seitens der Politik gerade erst bekämpft werden sollen.
Der BTE begrüßt daher den verkündeten Verzicht auf eine Mehrwertsteuererhöhung und fordert stattdessen politische Ambitionen bei der Senkung grundlegender Belastungen.
