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VDB-Kampagne "JEDER schläft ANDERS"

Im Oktober 2018 hat der - organisatorisch beim BTE angesiedelte - VDB Verband der Bettenfachgeschäfte die Aufklärungs-Kampagne „JEDER schläft ANDERS“ gestartet. Deren Ziel ist es, die Individualität jedes Menschen zu betonen, Problembewusstsein bezüglich des Bettes zu schaffen und so den Markt für individuelle Bettenlösung zu stabilisieren, der durch die Expansion von Online- bzw. Einheitsmatratzen unter Druck geraten ist.

 

Weitere Informationen unter www.jeder-schläft-anders.de.


Verbraucherrechte

Am 13. Juni 2014 trat eine neue Verbraucherrechte-Richtlinie in Kraft. Für den stationären Handel gelten vor allem neue Informationspflichten, soweit es sich für den Kunden nicht um ein „Geschäft des täglichen Lebens“ handelt. Informiert werden muss der Kunde dann u.a. über die „wesentlichen Eigenschaften der Ware“, die Identität des Herstellers inkl. dessen Anschrift und sein gesetzliches Gewährleistungsrecht.


Verkaufsdaten-Austausch

Der Informationsaustausch zwischen Einzelhändlern und Lieferanten mit eigenen (Online)Shops kann einen Kartellrechtsverstoß darstellen. Im Fokus steht hier die Herausgabe von vollständigen Verkaufsdaten (Produkt und erzielter Verkaufspreis), u.a. also die automatische Übermittlung von Sales Reports mit realisierten Verkaufspreisen.

 

Der kartellrechtlich sicherste Weg ist, die Verkaufspreisdaten erst mit zeitlicher Verzögerung an den Lieferanten zu übermitteln. Wie lange dieser zeitliche Nachlauf sein muss, um jegliches Risiko auszuschließen, ist ungeklärt. Eine Verzögerung von einem Monat dürfte in der Modebranche regelmäßig genügen, solange die Wettbewerbsbehörden keine strengeren Vorgaben machen.

 

Zur rechtlichen Absicherung fordern einige Modehändler eine Compliance-Erklärung von ihren entsprechenden Lieferanten. Dabei wird u.a. folgende Formulierung der Kanzlei Gleiss Lutz (Stuttgart) genutzt:

 

„Daten über Verkaufspreise und –mengen (nachfolgend „Verkaufsdaten“) bilden für den Modehändler und Lieferanten eine wichtige Erkenntnisquelle für die Preis- und Sortimentsgestaltung, Vertriebsstrategie, Produkt- und Sortimentsplanung. Zur Sicherstellung der Kartellrechtskonformität bei der Übermittlung unserer Verkaufsdaten an die Firma ……………………… (nachfolgend „Lieferant“ genannt) verpflichtet sich der Lieferant wie folgt:

 

1. Der Lieferant wird unsere Verkaufsdaten vertraulich behandeln und insbesondere an keinen anderen Modehändler weitergeben.

 

2. Der Lieferant wird auf unsere Verkaufspreise keinen unzulässigen Einfluss nehmen, insbesondere nicht durch Ausübung von Druck, Zwang oder durch Gewährung von finanziellen Anreizen zur Einhaltung der Unverbindlichen Verkaufspreisempfehlung des Lieferanten.

 

3. Der Lieferant wird unsere Verkaufsdaten nicht dazu nutzen, die Verkaufspreise in seinem eigenen Endverbrauchergeschäft (Direktgeschäft online und offline) auf unsere Preise abzustimmen, sondern wird dies durch ausreichende Sicherungsmaßnahmen (z.B. unternehmensinterne Vertraulichkeitsverpflichtungen, „Chinese Walls“, etc.) verhindern. Diese Maßnahmen sind auf unser Verlangen hin offenzulegen.

 

Verstößt der Lieferant gegen eine der oben genannten Zusagen, werden wir die Übermittlung unserer Verkaufspreisdaten stoppen.“


Verkaufspreis-Aufteilung

Was verdient der Modehandel an einem Kleidungsstück?

 

Mitarbeiter entsprechend informieren

 

In den Medien, bei den Endverbrauchern und zum Teil sogar bei den eigenen Mitarbeitern kursieren weit überhöhte Vorstellungen darüber, wie viel der Modefachhandel am Verkauf eines Kleidungsstücks verdient. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass in den Medien immer wieder über problematische Produktionsbedingungen in Asien berichtet wird, wonach die Herstellung von Hemden oder T-Shirts nur wenige Cent kostet. Motto: „Wenn die Einkaufspreise so niedrig sind, muss der Gewinn des Handels ja gigantisch sein.“

 

Dazu mag sicher auch beitragen, dass zum Saisonende mit hohen Rabatten gearbeitet wird. So entsteht bei vielen Kunden und den Medien der Eindruck, der Modehandel würde mit der üblichen Kalkulation horrende Renditen erzielen.

 

Tatsächlich verbleibt zumindest dem mittelständischen Modefachhandel in der Regel nach Abzug aller Kosten nur ein vergleichsweise bescheidener Gewinn. Basierend auf den Ergebnissen des BTE-Jahresbetriebsvergleichs von 2016 hat der BTE am Beispiel eines T-Shirts verdeutlicht, dass einem Verkaufspreis von 29 Euro im Durchschnitt anteilige Kosten eines Händlers in Höhe von 27,98 Euro gegenüberstehen.

 

Allein 12,23 Euro fallen als Einkaufspreis für das Shirt an, weitere 4,64 Euro müssen als Mehrwertsteuer an das Finanzamt abgeführt werden. Zu diesen warenbezogenen Kosten in Höhe von insgesamt 16,87 Euro kommen noch anteilige Personalkosten (6,06 Euro), Miete inkl. Nebenkosten (2,32 Euro), Kosten für Werbung (0,78 Euro), für Zinsen und Abschreibungen (0,64 Euro) und sonstige Kosten (1,31 Euro) hinzu. Dem Modefachhandel bleibt damit beim Verkauf eines Bekleidungsstücks zum Preis von 29 Euro im Durchschnitt lediglich ein Gewinn in Höhe von 1,02 Euro. Hiervon sind dann z.B. noch Ertragssteuern an das Finanzamt zu entrichten.

 

Wichtig: Diese Kenntnis über die Ertragssituation im mittelständischen Modefachhandel fehlt auch bei (zu) vielen (Verkaufs-)Mitarbeitern. Dadurch kann bei diesen schnell der Eindruck entstehen, sie arbeiteten für vergleichsweise wenig Geld, während sich Inhaber bzw. Geschäftsführung üppige Gewinne auszahlen. Für die Motivation ist diese Fehleinschätzung sicherlich nicht förderlich.

 

Der BTE empfiehlt deshalb, die Mitarbeiter mindestens einmal jährlich über die tatsächliche betriebswirtschaftliche Situation im eigenen Geschäft oder zumindest in der Branche aufzuklären. Vor allem die Kostensituation dürften viele vollkommen falsch einschätzen. Wer seine eigenen Zahlen nicht preisgeben möchte, kann dazu z.B. die Daten des BTE-Betriebsvergleichs verwenden.

 

Hinweis: Die abgebildete Grafik des T-Shirts kann - z.B. zu Schulungszwecken - verwendet werden. Die der Grafik zugrunde liegenden Ergebnisse des BTE-Jahresbetriebsvergleichs für das Jahr 2016 sind – neben anderen statistischen und fachlichen Brancheninformationen – im BTE-Taschenbuch 2018 veröffentlicht. Dies ist zum Preis 22 Euro plus MwSt. und Versandkosten zu beziehen beim ITE-Verlag, Postfach 101865, 50458 Köln, Fax 0221/92150910, E-Mail: itebestellungen@bte.de oder im BTE-Webshop.


Verpackungsrichtlinie/Verpackungsverordnung

Hauptziele der Europäischen Verpackungsrichtlinie sind die Vermeidung und Verringerung von Umweltauswirkungen durch Verpackungen und Verpackungsabfälle. Als weitere Grundsätze formuliert die Richtlinie die Wiederverwendung sowie die stoffliche oder energetische Verwertung von Verpackungsabfällen.

 

In Deutschland erfolgt die nationale Umsetzung des Europäischen Rechts auf Basis der Verpackungsverordnung. Diese besagt, dass Hersteller und Vertreiber von mit Ware befüllten Verkaufsverpackungen, die typischerweise beim privaten Endverbraucher anfallen, für die Sammlung, Sortierung und Verwertung ihrer Verpackungen verantwortlich sind.

 

Die EU-Richtlinie bestätigt, dass nachfolgende Gegenstände als Verpackung angesehen werden:

 

Kleiderbügel, die nicht als Haushaltsgegenstand separat verkauft werden sondern mit einem Kleidungsstück dem Kunden mitgegeben werden, zählen als Verpackung und müssen lizensiert werden.

Gleiches gilt für alle angehängten oder angeschossenen Etiketten mit z.B. Preis- oder Produktinformationen.

 

Für den Handel bleibt die Gesetzeslage wie folgt bestehen:

 

Wer selbst Ware (z.B. Eigenmarken) herstellen lässt oder in die EU importiert, muss sich um die Lizensierung der Etiketten und Kleiderbügel kümmern, damit diese ordnungsgemäß gesammelt und verwertet werden können.

Alle übrigen Händler sollten die Lizensierung von ihren Lieferanten verlangen und ggf. die eigenen Orderformulare um einen entsprechenden Passus ergänzen. Da Verpackungen schon seit einigen Jahren kein Lizensierungssymbol (wie z.B. den Grünen Punkt) mehr tragen müssen, sollte der Händler sich von allen seinen Lieferanten dieses zudem schriftlich bestätigen lassen. Denn bei der Abgabe nicht lizensierter Verpackungen droht ein Bußgeld.

Wer Ware - z.B. über einen eigenen Internet-Shop - an Endverbraucher versendet, muss auch die Versandverpackung lizensieren lassen. Bei Serviceverpackungen, zu denen vor allem Tragetaschen zählen, gilt die Sonderregelung, dass der Händler die Lizensierung von seinem Tragetaschen-Lieferanten verlangen kann, andernfalls aber die Tüten selbst lizensieren muss.

 

Hinweis: Wer Kleiderbügel nicht an Verbraucher abgibt und unkompliziert wiederverwenden möchte, kann die Mehrweg-Kleiderbügel des Standard-Kleiderbügel-Rückführ-Systems SKRS nutzen, das der BTE mit geschaffen hat (siehe www.skrs.org).


Versicherungsfragen

KATAG-Versicherungsdienst - der Versicherungspartner des BTE

 

Günstige Policen für den Textileinzelhandel

 

Im Versicherungsbereich von Handelsunternehmen schlummern i.d.R. noch erhebliche Rationalisierungsreserven. Langjährige Verbindungen zu Versicherungen und bestehende Kündigungsfristen behindern oft den Wechsel zu Anbietern mit einem besseren Preis-/Leistungsverhältnis. Die Erfahrung zeigt, dass bei einem Wechsel zu einem besonders kompetenten Versicherungspartner deutliche Prämiensenkungen bei vergleichbaren Versicherungsleistungen erreicht oder eine bessere Absicherung bei gleicher Prämienhöhe durchgesetzt werden kann.

 

Um dem Textileinzelhandel einen optimalen Versicherungsschutz bei günstigen Konditionen zu bieten, ist der BTE mit dem Versicherungsdienst des Einkaufsverbandes KATAG unter dem Namen KATAG-Versicherungsdienst eine Kooperation eingegangen. Der KATAG-Versicherungsdienst ist spezialisiert auf Versicherungsangebote für den Modefachhandel mit branchenspezifischer Vertragsgestaltung und sehr günstigen Versicherungspolicen. Auch bei der Abwicklung von Schadenfällen nutzt der KATAG-Versicherungsdienst seine langjährige Branchenerfahrung, um in der Argumentation gegenüber den Versicherungen die Schadenregulierung für den Versicherungsnehmer möglichst optimal zu gestalten.

 

Zu den Stärken des KATAG-Versicherungsdienstes zählt beispielsweise das Angebot einer All-Risk-Police für den inhabergeführten Textileinzelhandel. Dabei wurde mit führenden Versicherern eine günstige Police ausgehandelt, bei der mit einem einzigen Vertrag fast der gesamte Versicherungsschutz eines Unternehmens abgedeckt wird. Die Versicherungsprämie wird in diesem Fall in Form eines (niedrigen) Promille-Satzes vom Netto-Jahresumsatz des Handelsbetriebes berechnet. So sind mit der All-Risk-Police neben organisatorischen Vorteilen für den Versicherungsnehmer (ein Vertrag, ein Ansprechpartner) auch Kostenvorteile verbunden, zumal aufgrund der Beitragsbemessung in Phasen rückläufiger Umsätze die Versicherungsbeiträge sogar sinken.

 

BTE-Tipp: Nutzen Sie die Möglichkeit zu einem gründlichen Check Ihres derzeitigen Versicherungsschutzes.

 

Weitere Informationen:

KATAG-Versicherungsdienst - der Versicherungspartner des BTE

Stralsunder Str. 5, 33605 Bielefeld

Tel.: 0521 292 700, Fax: 0521 292 799

E-Mail: kvd@katag.net, Internet: www.katag-versicherungen.de


Vertikalisierung

ECR-Anwendungsempfehlung der Connecting Fashion Business Initiative (CFB) erschienen

 

BTE, BDSE und BLE setzen sich für die Nutzung von Standards und Prozessoptimierung in der Wertschöpfungskette ein. Die Rationalisierungsorganisation GS1 hat hierzu eine Anwendungsempfehlung für die Textilbranche vorgelegt, an deren Entstehung sich auch der BTE maßgeblich beteiligt hat. Im Rahmen der Connecting Fashion Business Initiative (CFB) wurde von Praktikern für Praktiker eine Anwendungsempfehlung für die textile Wertschöpfungskette erarbeitet, die alle Aspekte einer vertikalen Partnerschaft umfasst - von der Vereinbarung der Kooperation bis zur Abwicklung am Point of Sale. Einzelne Geschäftsmodelle und die dazu gehörigen EDI- und Logistik-Prozesse sind einheitlich definiert und detailliert beschrieben.

 

Hauptzielgruppe der Anwendungsempfehlung sind Unternehmen, die bereits Flächenpartnerschaften betreiben oder als IT-Dienstleister unterstützen. Die Dokumentation kann im Online-Shop von GS1 bezogen werden: www.gs1-germany.de. Nutzer des GS1-Complete-Paketes erhalten den Download kostenfrei, alle anderen gegen eine Gebühr von 295 EUR.

 

Siehe auch BTE-Fachdokumentation: "EDI in der Modebranche".


W

Warengruppenschlüssel

Um bessere Informationen über die Verbreitung des BTE-Warengruppenschlüssels im Modehandel zu bekommen und im Nachgang noch mehr - auch ausländische - Lieferanten zum Versand im PRICAT zu motivieren, führt der BTE aktuell eine Online-Umfrage über den aktuellen Status quo im Handel durch. Die Beantwortung der Frage dauert nur wenige Sekunden! Bitte beteiligen Sie sich an der Umfrage unter folgendem Link https://www.q-set.de/q-set.php?sCode=UARKNYMFGXFJ

 

Der BTE-Warengruppenschlüssel ist entwickelt worden, um einen einheitlichen Standard für die Textilbranche zu schaffen. Er soll allen Unternehmen die Möglichkeit geben, ihren gestiegenen Informationsbedarf zu decken.

 

Zur Zeit sind sehr unterschiedliche Sortimentsschlüssel im Textileinzelhandel im Einsatz. Manche Systematiken sind Insellösungen oder der Aufbau und die Unterteilung sind zu tief oder zu flach. Selbst bei gemeinsamen Grundlagen haben sich im Laufe der Zeit viele individualisierte Varianten ausgebildet, die zu aufwändigen Umschlüsselungen sowie langwierigen und mühseligen Interpretationen der vorhandenen Daten zwingen.

 

Der BTE Handelsverband Textil empfiehlt daher diesen Schlüssel allen Branchen- und Rationalisierungsgremien als Standard.

 

Mit der Verwendung des BTE-Warengruppenschlüssels soll die Position des Einzelhandels gegenüber der Industrie verbessert werden, um die Aufnahme dieses Schlüssels in den von der Industrie zur Verfügung gestellten Artikelstammdaten zu ermöglichen. Dadurch wird ein rationeller Datenaustausch und damit eine Optimierung der Wertschöpfungskette erreicht.

 

Der BTE-Warengruppenschlüssel ist von seinem Konzept her für die größtmögliche Einsatzbreite konzipiert. Er lässt Analyse und Vergleich auf verschiedenen Betrachtungsebenen zu. Je nach Wunsch können über fakultative Attribute sehr tiefe Betrachtungsebenen erreicht werden. Dies setzt selbstverständlich leistungsfähige Warenwirtschaftssysteme voraus.

 

Der BTE-Warengruppenschlüssel ist modular aufgebaut. Basis für den Textileinzelhandel sind die Bereiche:

1 Bekleidung und

5 Haus / Heimtex

 

Der BTE-Warengruppenschlüssel hat im August 2013 für Schuhe und Lederwaren einen neuen Bereich erhalten. Zum 31. Dezember 2013 liefen die entsprechenden Warengruppen im Bereich 1 (Bekleidung) aus und wurden in detaillierter Form in den neuen Bereich 7 überführt. Vorlage für den neuen Schuhbereich war das Einheits-Artikel-System des Schuhhandels EAS (siehe auch www.bdse.org/fachthemen/a-bis-f/eas, für den Lederwarenbereich wurde der Mitte 2013 überarbeitete Warengruppenschlüssel des BLE Handelsverband Lederwaren (siehe auch www.lederwareneinzelhandel.de) herangezogen. In beiden Fällen wurden für den Bereich 7 die Begriffe aus den Schuh- und Lederwarenschlüsseln übernommen, so dass ein „Mapping“ leicht möglich ist. Die Nummerierungen wurden – soweit möglich – übernommen, was aufgrund des unterschiedlichen Aufbaus der einzelnen Schlüssel allerdings nur zum Teil möglich war. Im Frühjahr 2018 wurde der Bereich "Parfümerie" neu aufgenommen.

 

Basis ist ein 6-stelliger Warengruppenschlüssel und ein optional anzuwendendes Attributsystem. Attribute sind z.B. Farbe, Dessin, Material, Funktionen, Form, Zielgruppen, Geschlecht, Saison.

 

Beispiel: 110010, Anzüge 2-teilig

Ebene Bezeichnung Schlüssel
Gesamt Unternehmen -
Bereich Bekleidung 1
Hauptabteilung Herren 11
Abteilung HAKA 110
Hauptwarengruppe Anzüge 1100
Warengruppe Anzüge 2-teilig 110010

Grundsätze zur Veränderung des BTE-Warengruppenschlüssels

  1. Der BTE-Warengruppenschlüssel soll möglichst wenig verändert werden, um den Anpassungsbedarf für die Anwender zu minimieren.
  2. Über notwendige Veränderungen entscheidet der BTE-Arbeitskreis „Warengruppenschlüssel“, der sich grundsätzlich zweimal pro Jahr trifft.
  3. Notwendige Veränderungen werden maximal zweimal pro Jahr vorgenommen, jeweils zum Stichtag 1. Januar und 1. Juli. Die Warengruppenschlüssel erhalten deshalb eine Release-Nummer (z.B. I/2016).
  4. Über vorgenommene Veränderungen informiert der BTE mit einem Vorlauf von mindestens vier Wochen zum Stichtag.
  5. Notwendige Veränderungen werden möglichst in Form von Ergänzungen vorgenommen (noch nicht besetzte Nummer wird belegt), nur in Ausnahmefällen sollen bereits belegte Nummern verändert werden. Präzisierungen der Bezeichnungen sind jedoch möglich.
  6. Nicht mehr notwendige Warengruppen bzw. Nummern werden nicht gelöscht, sondern mit dem Textmerkmal „läuft aus“ versehen. Eine spätere Neubelegung einer auslaufenden Nummer ist grundsätzlich nicht vorgesehen.

Erweiterte Komfort-Version

Der BTE-Warengruppenschlüssel kann auch in einer komfortablen Form als Download (zip-Datei) bezogen werden, der direkt als Datei im PC einsetzbar ist. Zum Lieferumfang gehört dann neben dem Attributsystem auch eine ausführliche Erläuterung des Warengruppenschlüssels sowie eine Version in englischer Sprache (außer Parfümerie und Lederwaren). Zudem werden die Bezieher über einen E-Mail-Service über zukünftige Änderungen informiert.

Komfort-Version bestellen

 

Problem Unisex-Artikel

Der BTE-Warengruppenschlüssel ist im Bereich der Bekleidung (Ausnahme Kinder) grundsätzlich nach Damen und Herren unterteilt. Problematisch ist dies bei Unisex-Artikeln, die es zum Beispiel bei Socken, Handschuhen, Schals, Mützen oder Homewear immer wieder gibt. Der BTE-Arbeitskreis „Warengruppenschlüssel“ hat daher beschlossen, dass solche Unisex-Produkte grundsätzlich dem Herrenbereich zuzuordnen sind. Darüber hinaus wird empfohlen, zusätzlich das Attribut 12 „Geschlecht“ (1 = männlich, 2 = weiblich, 3 = unisex) zu nutzen.

Download
Warengruppen Bekleidung/Textil
Bekleidung.zip
Komprimiertes Archiv im ZIP Format 149.9 KB
Download
Warengruppen Schuhe
Schuhe.zip
Komprimiertes Archiv im ZIP Format 50.0 KB
Download
Warengruppen Lederwaren
Lederwaren.zip
Komprimiertes Archiv im ZIP Format 163.3 KB
Download
Warengruppen Parfümerie
Parfümerie.zip
Komprimiertes Archiv im ZIP Format 20.7 KB

Warenwirtschaftssysteme

Über das Institut des deutschen Textileinzelhandels erhalten Sie die Fachdokumentation "Warenwirtschaft in der Modebranche".


Weiterbildung

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung oder des Studiums im Modehandel muss für viele Mitarbeiter noch lange nicht Schluss sein, sich beruflich fortbilden zu lassen. Zudem sind Aufstiegsmöglichkeiten innerhalb des Unternehmens  meist auch an Weiterbildungen geknüpft. Aus zahlreichen Seminaren, Schulungen und Fortbildungen ist es meist gar nicht leicht, die richtigen Weiterbildungen für sich oder für seine Mitarbeiter zu finden. Industrie- und Handelskammern bieten staatliche Weiterbildungsmöglichkeiten an, die der Vergleichbarkeit der Abschlüsse dient. Voraussetzungen für die meisten Weiterbildungen sind neben einer erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung auch einige Jahre Berufserfahrung im Einzelhandel. Auch Quereinsteiger (ohne abgeschlossene Berufsausbildung) können diese Weiterbildungen in Anspruch nehmen, wenn sie Berufserfahrung (mind. fünf Jahre) im Einzelhandel nachweisen können.

Als staatlich anerkannte Gänge zur Aufstiegsweiterbildung sind im Einzelhandel folgende Abschlüsse möglich:

Zudem gibt es noch die Weiterbildung zum/r Textilbetriebswirt/in. Diese Weiterbildung ist eine geregelte Weiterbildung an Fachschulen, wie z.B. an der LDT Nagold. Im Unterschied zum/r klassischen Betriebswirt/in sind Textilbetriebswirte auf die Ware selbst spezialisiert, nicht auf den Handel mit Bekleidung oder Schuhen. D.h. Textilbetriebs-wirte/innen sind nicht nur im Modehandel, sondern auch in der Industrie tätig. Im Handel sind sie meistens im Einkauf beschäftigt und übernehmen hier auch Führungsaufgaben.

 

Lexika und Schulungsmaterial finden Sie in unseren Publikationen, u.a. "Fachwissen Textileinzelhandel".


Werbung

Um den Beratungsbedarf des Textileinzelhandels abzudecken, hat der BTE drei Top-Beratungsunternehmen ausgewählt, die sich durch eine langjährige erfolgreiche Beratungstätigkeit im Modehandel auszeichnen. Sie gewährleisten eine hohe Beratungsqualität bei bestehenden Aufgaben, aber auch mit Blick auf zukünftige Herausforderungen des Handels.

 

Bei Fragen zur Werbung und Werbemitteln empfiehlt der BTE:

 

Hutter & Unger GmbH - Werbeagentur

Herr Andreas Unger

Gewerbestr. 2c, 96637 Wertingen

Tel.: 08272 99400, Fax: 08272 994010

E-Mmail: andi.unger@hutter-unger.de, Internet: www.hutter-unger.de

 

Weitere Informationen: www.bte-kompetenzpartner.de

 

Hilfestellungen bieten auch die BTE-Fachdokumentationen "Erfolgreiches Direktmarketing im Modehandel" und "Online-Marketing im Modehandel".


Wettbewerbsrecht

Beratung in allen Fragen des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) sowie des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) beim örtlichen Einzelhandelsverband.

 

Der BTE arbeitet in diesen Fragen eng zusammen mit der

 

Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs

Landgrafenstr. 24B, 61348 Bad Homburg

Tel.: 06172 12150, Fax: 06172 84422

E-Mail: mail@wettbewerbszentrale.de, Internet: www.wettbewerbszentrale.de


Wollqualitäten

In der Vergangenheit erreichten den BTE wiederholt Beschwerden darüber, dass im Bereich der HAKA mit den Qualitäts-Begriffen „Super 100“ oder „Super 120“ gegenüber dem Endverbraucher geworben wurde, ohne dass die erforderlichen Stoffqualitäten tatsächlich vorlagen. Eine juristische – insbesondere wettbewerbsrechtliche – Bearbeitung solcher Fälle gestaltete sich bislang sehr schwierig, da die „Super S“-Begriffe weder gesetzlich noch durch eine Norm in Deutschland definiert und geschützt sind.

 

Eine vom BTE bereits 2011 durchgeführte Befragung im Textilfachhandel ergab, dass einheitliche Regelungen für Wollqualitäten angestrebt werden sollten. Die entsprechenden Vorstöße des BTE bei den Normierungsbehörden haben dazu geführt, dass im Juni 2015 die Norm DIN EN ISO 18103 "Kennzeichnung von Gewebe aus superfeiner Wolle – Anforderungen an die Definition für den Super S-Code“ veröffentlicht wurde. Darin sind die Anforderungen für die Wollqualitätskennzeichnung europaweit definiert. Als Vorlage für diese Norm diente ein in den USA vorliegendes Papier, da in Europa die dort aufgeführten Parameter bereits verwendet werden.

 

Die Norm kann beim Beuth Verlag bezogen werden.

 

Beuth Verlag GmbH

Burggrafenstr. 6, 10787 Berlin

Tel.: 030 26010, Fax: 030 26011260

E-Mail: postmaster@beuth.de, Internet: www.beuth.de

 

Trainingshandbücher „Australische Merinowolle“

Trainingshandbücher zur „Autstralischen Merinowolle“ können auf der Internetseite http://www.woolmark.com/knowledge/training-manuals von Woolmark zu folgenden Themen abgerufen werden. Auf der Internetseite von Woolmark sind die englischen Titel mit einem Trainingshandbuch auf Deutsch verknüpft.

  • Einführung Strickwaren - „ Introduction to knitwear“
  • Die Bedeutung des Woolmark-Logos – „The meaning behind the Woolmark logo“
  • Einführung gewebte Bekleidung – „Introduction to wovenwear“
  • Herrenanzüge – „Men´s suits
  • Pflegehandbuch – Wie Sie Ihren Merinopullover pflegen – „Caring for your Merino wool sweater“

Fact Sheet „Super S“

Zum Thema „Super S“ hat das Internationale Wollsekretariat, IWTO ein Merkblatt auf Englisch veröffentlicht.


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Zahlungssysteme

Das elektronische Lastschriftverfahren (ELV) ist für den Modefachhandel nach wie vor eine sehr preisgünstige Zahlungsart. Einzelhandelsweit ist dessen absolute Ausfallquote (nach Mahnungen etc.) in 2015 allerdings leicht gestiegen auf 0,062 Prozent vom (nicht versicherten) Lastschriftumsatz (2014: 0,048 Prozent). Dies ist das Ergebnis einer vom BTE unterstützen aktuellen Erhebung des EHI Retail Instituts.

 

Die vorläufigen Ausfälle (Rücklastschriften-Quote vor z.B. erneuter Einreichung) sind im letzten Jahr leicht auf 0,253 Prozent vom Lastschriftumsatz (2014: 0,266 Prozent) gesunken. Danach können knapp drei von vier Rücklastschriften nach nochmaliger Einreichung, Mahnung, Inkasso etc. wieder eingebracht werden. Die damit verbundenen Bearbeitungskosten der Banken für die Rücklastschriften liegen bei durchschnittlich 4,93 EUR (2014: 4,78 EUR). 48 Prozent der Händler zahlen Gebühren bis 3,75 EUR, 13 Prozent aber auch 7,50 EUR und mehr. Hinzu kommen ggf. noch Gebühren für die Herausgabe der Kundenanschrift von durchschnittlich 14 EUR.

 

Es ist deshalb betriebswirtschaftlich verständlich, dass viele Handelsunternehmen ihre Lastschriftumsätze bei ihrem Zahlungsdienstleister gegen Ausfälle (und die damit verbundenen organisatorischen Arbeiten) versichern. Die Nutzer zahlen dafür – je nach Umsatzgröße – in der Regel zwischen 0,1 und 0,3 Prozent vom Lastschriftumsatz. Bei mittelständischen Unternehmen liegt der Median bei 0,21 Prozent, große Unternehmen kommen auf 0,15 Prozent.

 

Die Ausfallgebühr lag damit also oft unterhalb der bis Dezember 2015 noch üblichen 0,3 Prozent Autorisierungsgebühr des PIN-basierten girocard-Verfahrens (vormals electronic cash). Seitdem gab es viel Bewegung bei den Gebühren, wobei etliche mittelständische Unternehmen noch nicht verhandelt haben. Laut EHI-Umfrage beträgt die durchschnittliche Autorisierungsgebühr aktuell 0,197 Prozent.

 

Im Textilfachhandel (inkl. Sport) hat 2015 die Barzahlung laut EHI-Umfrage mit einem Anteil von 33,1 Prozent leicht an Bedeutung verloren (2014: 34,2 Prozent). Populärer sind die unbaren Verfahren mit girocard/electronic cash inkl. der anderen PIN-Verfahren (Maestro/V Pay) mit einem Anteil von 34,0 Prozent (2014: 35,6 Prozent). Auf ELV entfielen 18,0 Prozent (2014: 16,1 Prozent) und auf die Kreditkarte 10,3 Prozent (2014: 10,1 Prozent).

 

Deutlich anders ist die Verteilung bei den Textildiscountern, wo im letzten Jahr wegen der dort üblichen niedrigen Bons 65,0 Prozent (2013: 66,6 Prozent) bar abgewickelt wurde. Auf ELV entfielen hier 17,6 Prozent (2014: 18,9 Prozent), auf die PIN-Verfahren 14,5 Prozent (2014: 11,7 Prozent) und auf die Kreditkarte lediglich 2,0 Prozent (2014: 1,9 Prozent) des Umsatzes.

 

Hinweis: Attraktive Gebühren rund um Zahlungssysteme bietet die beim BTE angesiedelten EFG European Fashion Group (EFG). Weitere Informationen bei Maria Bausch, Tel.: 0221 921509-43, E-Mail: efg@bte.de oder im Internet unter www.efg-info.de.


Zeiterfassung

Mit einer elektronischen Zeiterfassung und -abrechnung schaffen Unternehmen die Grundlage für eine leistungsfähige Zeitwirtschaft.

 

Eine leistungsfähige Zeitwirtschaft bietet neben der Erfüllung von Standardaufgaben eine Vielzahl zusätzlicher Vorteile:

  • Arbeitszeiten einfach, sicher und minutengenau erfassen
  • Jahresarbeitszeiten jederzeit im Blick behalten
  • Tägliche, wöchentliche und monatliche Zeitsalden verfolgen
  • Urlaubskonten verfolgen, über Resturlaubsstand informieren
  • Arbeitszeiten von Aushilfen einfach abrechnen
  • Arbeitszeiten an die Lohn&Gehalt-Schnittstelle übergeben

Die Ergänzung durch einen Employee Self Service, mit dem z. B. die Urlaubsplanung im Team erfolgen kann, entlastet die Personalabteilung zusätzlich durch weniger Mitarbeiteranfragen.

 

Speziell für Unternehmen aus dem Textileinzelhandel empfiehlt der BTE die Zeiterfassung des BTE-KompetenzPartners SEAK. Das Unternehmen SEAK gilt in Deutschland als führender Anbieter für Personalplanung und Zeitwirtschaft im Mode-, Schuh- und Sporthandel (www.seak.de/zeitwirtschaft).


Zinnorganische-Verbindungen (TVT, DBT, DOT)

Bei einer Untersuchung verschiedener Sportbekleidungsartikel wurden im Jahr 2000 zinnorganische Verbindungen (Tributylzinnverbindungen TBT, Dibutylzinnverbindungen DBT, Dioctylzinnverbindungen DOT) nachgewiesen. TBT ist beispielsweise als toxisch für die Meeresbiologie einzustufen. Bei den nachgewiesenen Konzentrationen handelte es sich um geringe Spuren, von denen keine gesundheitliche Gefährdung des Verbrauchers ausging. Organozinnverbindungen wurden hauptsächlich in Aufdrucken, Beflockungen, Applikationen oder Beschichtungen von Bekleidungsstücke gefunden. Radler- und Reithosen sowie Sportsocken waren ebenfalls betroffen. Das eigentliche Textilgewebe war nahezu unbelastet. Laut dem Verband unabhängiger Prüflabore ist aufgrund der geringen Mobilität der Organozinnverbindungen eine Hautresorption praktisch vernachlässigbar.

 

Im Jahr 2009 hat die EU-Kommission die Verwendung von zinnorganischen Verbindungen streng limitiert (EU K (2009)4084). Die Konzentration von Zinn in dem Gemisch oder Erzeugnis bzw. in Teilen darf 0,1 Gew.-% nicht übersteigen. Labels wie beispielsweise Ökotex legen strengere Grenzwerte zu Grunde.

 

Der BTE empfiehlt den Unternehmen des Textileinzelhandel, sich bei der Order von ihren Lieferanten bestätigen zu lassen, dass keine zinnorganischen Verbindungen eingesetzt werden.