M

Mängelrüge

Nach § 478 I und II BGB hat der Einzelhandelsbetrieb einen Rückgriffsanspruch gegen seinen Lieferanten, wenn er mangelhafte Ware berechtigt zurücknehmen oder den Kaufpreis hierfür mindern muss. Dabei tritt nach § 479 I BGB die Verjährung nach zwei Jahren ab Lieferung an den Handel ein.

 

§ 479 II BGB regelt jedoch explizit den Fall, dass der Endverbraucher unverschuldet erst nach diesen zwei Jahren eine Mängelrüge erhebt. In diesen Fällen bleibt der Rückgriffsanspruch des Einzelhändlers dann ungeschmälert erhalten, wenn er binnen zwei Monaten nach Bekanntwerden der Mängelrüge seines Kunden sich seinerseits beim Lieferanten meldet. Die absolute Höchstgrenze, bei der auf jeden Fall die Verjährung einsetzt, liegt nach § 479 II BGB bei fünf Jahren.


Marketing

Um den Beratungsbedarf des Textileinzelhandels abzudecken, hat der BTE drei Top-Beratungsunternehmen ausgewählt, die sich durch eine langjährige erfolgreiche Beratungstätigkeit im Modehandel auszeichnen. Sie gewährleisten eine hohe Beratungsqualität bei bestehenden Aufgaben, aber auch mit Blick auf zukünftige Herausforderungen des Handels.

 

Bei Fragen zum Thema Marketing/Werbung/Kundenbindung empfiehlt der BTE:

 

Hutter & Unger GmbH - Werbeagentur

Herr Andreas Unger

Gewerbestr. 2c, 96637 Wertingen

Tel.: 08272 99 400, Fax: 08272 99 40 10

E-Mail: andi.unger@hutter-unger.de, Internet: www.hutter-unger.de

 

Weitere Informationen: www.bte-kompetenzpartner.de

 

Hilfestellungen bieten auch die BTE-Fachdokumentationen "Erfolgreiches Direktmarketing im Modehandel" und "Online-Marketing im Modehandel".


marketing berater

Der „BTE marketing berater“ erscheint im Auftrag des BTE im ITE-Verlag als Fach- und Wirtschaftsmagazin für den Modehandel.

 

Redaktionelle Schwerpunkte sind das Handelsmarketing für Bekleidung und Textilien (insbes. Absatzstrategien, Sortimentspolitik, Warenpräsentation, Handelstechnik, Multichannel, Logistik) sowie aktuelle Modetrends.

 

Mit einer thematisch klaren Ausrichtung auf Geschäftsführer, Einkäufer und sonstige Entscheider im Fashion-Retail und einer Auflage von rund 11.000 Exemplaren erreicht der BTE marketing berater eine weitgehende Marktabdeckung im relevanten Modehandel. Von den maßgeblichen Fachgeschäften über Kleinfilialisten und Platzhirschen bis zu großen Filialbetrieben und Warenhäusern.

 

Jahresabonnement Inland 39,90 € inkl. 7% MwSt. und Versand

Jahresabonnement Ausland 43,90 € inkl. Versand


Mitarbeiterschulung

Der BTE bietet über das Institut des Deutschen Textileinzelhandels eine Reihe von Fachpublikationen und sonstigen Aus- und Weiterbildungsprogramme an. Dazu gehören u.a. Seminare zu ausgewählten, branchenfokussierenden Themen. Siehe hierzu BTE-Shop und Veranstaltungen.

 

Um den Beratungsbedarf des Textileinzelhandels abzudecken, hat der BTE drei Top-Beratungsunternehmen ausgewählt, die sich durch eine langjährige erfolgreiche Beratungstätigkeit im Modehandel auszeichnen. Sie gewährleisten eine hohe Beratungsqualität bei bestehenden Aufgaben, aber auch mit Blick auf zukünftige Herausforderungen des Handels.


Mitgliedschaft

Der BTE ist ein Spitzenverband; Mitglieder des BTE sind die Landesverbände des Einzelhandels. Die einzelnen Einzelhandelsfirmen werden durch Landes-, Bezirks- oder Regionalverbände betreut. Dort muss die Mitgliedschaft erworben werden. Anschriften und Auskünfte beim BTE, E-Mail: info@bte.de oder über https://www.einzelhandel.de/kontakt2/mitglied-werden.


Mode-Information/DMI

Turnusmäßige Informationen im mb marketing berater.

 

Der BTE beschäftigt sich als Wirtschaftsverband nicht unmittelbar mit Fragen der Mode und kooperiert deshalb in diesem Bereich mit dem

 

Deutschen Modeinstitut (DMI)

Holzgasse 7-11

50676 Köln

Tel.: 0221 88 30 26

Fax: 0221 88 47 41

E-Mail: info-koeln@dmi-fashion.net

Internet: www.deutschesmodeinstitut.de


Modehandelskongress

Der BTE veranstaltet alljährlich zusammen mit der TextilWirtschaft und in Kooperation mit dem BLE und dem BDSE den Modehandelskongress.

 

Der nächste Modehandelskongress findet am 7./8. November 2018 in Düsseldorf statt.

 

Weitere Informationen bei der TextilWirtschaft, Frau Christine Winter, Tel.: 069 7595-1203, E-Mail: konferenzen@TextilWirtschaft.de.


Modezentren

In Deutschland bestehen ca. 15 Modezentren zum Einkauf des Einzelhandels u.a. für Sofortware.

Download
Modezentren.pdf
Adobe Acrobat Dokument 139.7 KB

Musterschutz

Webmuster, Knöpfe, Schließen, technische Details von Textilien und insbesondere Lederwaren sind oft geschützt.

 

Das Problem: Vor allem die großen internationalen (Lederwaren)Marken gehen nach wie vor energisch gegen vorgebliche Verletzungen ihrer Rechte vor. Immer wieder werden ahnungslose Einzelhändler abgemahnt, weil die von ihnen angebotenen Taschen angeblich Marken- und Schutzrechte verletzen. Da der Streitwert bei Markenstreitigkeiten in der Regel hoch ist, sind damit meist Abmahnkosten in vierstelliger Höhe verbunden.

 

Hinweis: Der BTE hat zusammen mit dem BLE und dem BDSE das Merkblatt „Musterschutz“ erstellt. Es enthält Informationen über das richtige Vorgehen im Fall von entsprechenden Abmahnungen. Das Merkblatt kann ausschließlich über die regionalen Einzelhandelsverbände bezogen werden, eine direkte Übermittlung durch den BTE ist nicht vorgesehen.


N

Neukundengewinnung

Angesichts nachlassender Kundenfrequenzen im stationären Einzelhandel wird die Gewinnung von Neukunden immer wichtiger. Hierbei stehen den Unternehmen zahlreiche Instrumente zur Verfügung. Unterstützung erhalten Modehäuser vom BTE KompetenzPartner Hutter&Unger. Verwiesen sei auch auf die BTE-Fachdokumentationen „Erfolgreiches Direktmarketing im Modehandel“ und „Online-Marketing im Modehandel“.


Nickel

Bedarfsgegenstände, die nicht nur vorübergehend mit dem Körper in Berührung kommen (z.B. Jeans-Nieten, BH-Schließen), dürfen nicht mehr als 0,5 µg/cm²/Woche Nickel freisetzen. Darunter fallen auch Gegenstände, die zwar mit nickelfreien Überzügen versehen sind, aber unter Tragebedingungen einen entsprechenden Abrieb erwarten lassen. Die Nickelfreiheit muss außerdem für zwei Jahre gewährleistet werden.


O

Öko

Der Einzelhandel sollte eigene oder vom Lieferanten übernommene Hinweise wie "Bio", "Öko", "Natur" oder "umweltverträglich" vorsichtig verwenden, da die Gerichte sehr strenge Anforderungen an eine diesbezügliche Werbung gestellt haben.

 

Weitere Stichpunkte:

Wie ökologische Bekleidung aus Marketing-Gesichtspunkten zu beurteilen ist, erörtert die BTE-Fachdokumentation "Ökologische Bekleidung aus Kunden- und Anbietersicht" .


Öko- und Soziallabel

„Label“ sind eigentlich bloße Etiketten, auf denen der Preis einer Ware, ihr Name oder Details zum Produkt dem Verbraucher mitgeteilt werden sollen. Neben diesen teils gesetzlich vorgeschriebenen, teils aus Marketinggründen gewählten Labeln ist immer häufiger ein Öko- oder CSR-Label an Bekleidungsstücken und Textilien zu finden. Sie sollen zeigen, dass die Produktionsabläufe, das fertige Produkt oder beides bestimmten ökologischen oder sozialen Kriterien entsprechen. Öko-Label beziehen sich dabei auf die Gewinnung von Rohstoffen, die Produktionsabläufe und/oder die ökologische Verträglichkeit des fertigen Produkts für Mensch und Umwelt. CSR-Label (Corporate Social Responsibility) stehen für die Einhaltung bestimmter Normen beim Einkauf von Rohstoffen, Arbeitsbedingungen im Rohstoffanbau und/oder der Produktion sowie teilweise auch für die Beachtung sozialer Gesichtspunkte beim Einkauf von Fertigprodukten aus der Dritten Welt.

 

Die allermeisten dieser Label werden nicht von staatlichen Stellen oder Behörden sondern von privaten Initiativen verliehen. Diese sind es auch, die die Einhaltung der jeweiligen Kriterien überwachen müssen. Eine Verwendung von derartigen Labeln ohne die Genehmigung der dahinterstehenden Organisationen und/oder ohne Einhaltung der Kriterien verletzt das Wettbewerbs- und Urheberrecht, verstößt eventuell gegen Marken- und Geschmacksmusterrechte und kann sehr teuer werden. Daher kann vor „Selbstbedienung“ im Label-Angebot nur dringend gewarnt werden!

 

Es gibt nur wenige Label, die sowohl für die Öko-Komponente wie auch den CSR-Aspekt stehen. So kann ein Produkt aus „fair gehandelter“ Baumwolle durchaus mit zweifelhaften (nicht verbotenen!) Farbstoffen eingefärbt worden sein. Ein für Mensch und Umwelt ökologisch vorbildliches Fertigprodukt kann unter ausbeuterischen Bedingungen in der Dritten Welt produziert worden sein. Und selbst ein aus Bio-Baumwollanbau stammendes und entsprechend öko-gelabeltes Bekleidungsteil kann im Ausrüstungsverfahren mit Schweißgeruch hemmenden Stoffen versehen worden sein, die das fertige Produkt nicht mehr als ökologisch vorbildlich erscheinen lassen.

 

Tatsächlich gibt es im Textilbereich bereits eine Vielfalt an Sozialsiegeln und Ökolabels. Ein Vergleich der bekanntesten Initiativen – von BSCI über Fairtrade und GOTS bis zu Oeko-Tex kann auf der Internetseite www.siegelklarheit.de, einer Initiative der Bundesregierung, eingesehen werden. Der Bundesverband Verbraucherinitiative gibt ebenfalls Informationen und bewertet Labels in Deutschland unter www.label-online.de.


Online-Marketing

Angesichts der fortschreitenden Verbreitung digitaler Medien in der Bevölkerung nutzt der Modehandel zunehmend Tools des Online-Marketings zur Information und Kommunikation mit Kunden. Unterstützung bei der Planung und Umsetzung von Online-Marketingkonzepten und –maßnahmen erhalten Modehäuser vom BTE KompetenzPartner Hutter&Unger. Verwiesen sei auch auf die BTE-Fachdokumentation „Online-Marketing im Modehandel“.


Order

Ohne eine vorherige Limitrechnung sollte kein Unternehmer Ware ordern. Hilfestellung gibt die BTE-Fachdokumentation "Limit im Griff - Ertrag in der Kasse".

 

Jeder Einzelhändler hat im Rahmen seiner Möglichkeiten außerdem dafür zu sorgen, dass die Beschaffenheit der Ware im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht. Eine zivilrechtliche Absicherung ist durch entsprechende Klauseln in den allgemeinen Geschäftsbedingungen und Importpapieren möglich.


P

PAK - Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe

EU-Verordnung legt Grenzwerte für Verbrauchsprodukte fest. Schuhe, Sportartikel und Wasserspielzeug betroffen.

 

Die sogenannten PAK sind als Verunreinigungen in Rußen, Teerölen sowie bestimmten Ölen aus der Erdölverarbeitung enthalten. Diese werden bei Gummi und Kunststoff zum Weichmachen beigemischt und sorgen dafür, dass das Material schön geschmeidig und elastisch ist. Gummistiefel, Badeschuhe, Kunststoff-Laufsohlen oder synthetische Obermaterialien bei Schuhen überschreiten oft die festgelegten Grenzwerte.

 

Ab dem 27. Dezember 2015 dürfen, laut EU Verordnung Nr. 1272/2013, nur noch Schuhe in Verkehr gebracht werden, die nicht mehr als 1 Milligramm PAK pro Kilogramm enthalten. Dieser Grenzwert gilt nicht nur für Schuhe, sondern allgemein für Verbraucherprodukte. Artikel für Kleinkinder und Säuglinge dürfen ab 27.12. sogar nur 0,5 mg/kg enthalten.

 

PAK sind für Erwachsene und insbesondere Kinder schädlich. Sie sind als krebserregend, erbgutverändernd sowie fortpflanzungsgefährdend eingestuft.

 

PAK-Alternativen sind verfügbar. Beispielsweise lassen sich PAK im Reinigungsprozess technisch auswaschen. Es gibt Weichmacheröle mit reduziertem PAK-Gehalt sowie elastisches Gummi und Kunststoffe ohne Weichmacheröle.

 

Schuhe mit PAK können nicht am Aussehen erkannt werden. Belastete Produkte können durch einen starken, ölartigen Geruch auffallen.

 

Importeure und Händler sollten Schuhlieferanten dazu verpflichten, die PAK-Grenzwerte ab sofort einzuhalten.


Papierlose elektronische Rechnungsabwicklung

siehe eINVOIC


PCP (Pentachlorphenol)

Laut Gefahrstoff-Verordnung vom 29.11.1999, Anhang IV, Nr. 12, ist das Inverkehrbringen von Erzeugnissen mit Pentachlorphenol (PCP)-Gehalten von mehr als 5 mg/kg verboten. Trotz dieses Grenzwertes fallen immer noch einzelne Leder- oder Seiden-Proben mit einer höheren Belastung auf. PCP hat bakterizide und fungizide Eigenschaften.

 

Verwendung findet PCP, damit Kleidung auf ihrem langen Transport von Asien nach Europa nicht schimmelt.


Personal

Um den Beratungsbedarf des Textileinzelhandels abzudecken, hat der BTE drei Top-Beratungsunternehmen ausgewählt, die sich durch eine langjährige erfolgreiche Beratungstätigkeit im Modehandel auszeichnen. Sie gewährleisten eine hohe Beratungsqualität bei bestehenden Aufgaben, aber auch für zukünftige Herausforderungen des Handels. Weitere Informationen: www.bte-kompetenzpartner.de.


Personaleinsatzplanung (PEP)

Ein effizienter Einsatz des Verkaufspersonals wird vor allem für den beratungsintensiven Facheinzelhandel immer wichtiger: Einerseits sind Verkaufsmitarbeiter eine wesentliche treibende Kraft für Umsatzwachstum, zumal die Anforderungen der Kunden an die Beratungsleistung des stationären Textileinzelhandels steigen. Andererseits stellen die Personalaufwendungen den größten Kostenbereich im Modehandel dar und bedürfen daher besonderer Sorgfalt bei der Planung.

 

Viele Unternehmen nutzen aus diesem Grund professionelle Systeme zur Unterstützung ihres Personaleinsatzes auf der Fläche, so beispielsweise des BTE-KompetenzPartners SEAK. SEAK gilt in Deutschland als der führende Anbieter für Personalplanung und Zeitwirtschaft im Modehandel (www.seak.de).


Pflegekennzeichnung

Die internationale Vereinigung für die Pflegekennzeichnung von Textilien (GINETEX) hat entschieden, die Reihenfolge der Symbole in den Pflegeetiketten von Textilien im Interesse einer weltweit einheitlichen Handhabung künftig nach der üblichen Pflegeabfolge aufzulisten. Damit rückt das Trocknungssymbol (Tumbler) von der bisher fünften auf die dritte Position in der Symbolreihe vor. Die gültige Abfolge der Pflegesymbole ist künftig: Waschen, Bleichen, Tumblertrocknung, Bügeln, Professionelle Textilpflege. Damit entspricht die Symbolreihenfolge der weltweit gültigen Norm ISO 3758 „Pflegekennzeichnungs-Code auf der Basis von Symbolen“.

 

Die Pflegesymbole dürfen von Mitgliedern der Einzelhandelsverbände gratis verwendet werden. Der BTE entrichtet hierfür einen Jahresbeitrag an GINETEX. Unter Angabe der EHV-Mitgliedsnummer können Druckvorlagen der Pflegesymbole über GINETEX bezogen werden. Weitere Informationen unter www.ginetex.de.

Download
Versteckte Pflegekennzeichnung ist kein Reklamationsgrund
Pressemeldung Pflegekennzeichnung.pdf
Adobe Acrobat Dokument 12.3 KB

Plastiktüten

Modehandel muss sich dem Thema stellen!

 

Oftmals Umstellung auf Papiertüten

 

Bekanntlich muss aufgrund einer EU-Richtlinie der Pro-Kopf-Verbrauch von Plastiktüten europaweit sinken. Zwar erfüllt Deutschland mit derzeit 71 Tüten pro Einwohner die erste Stufe der Vorgaben (max. 90 Tüten bis 2019), aus der Politik drohen trotzdem strengere gesetzliche Vorgaben. So planen einige EU-Länder sogar das komplette Verbot von Tragetüten aus Kunststoff.

 

Auch die Kunden sind aufgrund diverser Medien-Berichte zum Thema zunehmend sensibilisiert. Nicht wenige erwarten auch von mittelständischen Modehäusern ein ökologisch nachvollziehbares Handeln. Als Folge haben sich manche Gemeinden bereits zu „Plastiktaschen-freien Zonen“ erklärt – obwohl in Deutschland praktisch alle Plastiktüten (thermisch) wiederverwertet werden.

 

Vor diesem Hintergrund sollte sich jeder Modehändler mit dem Thema beschäftigen und eine passende Strategie für sich finden. Etliche Bekleidungsgeschäfte haben deshalb z.B. bereits auf Papiertüten umgestellt. So hat eine aktuelle repräsentative BTE-Umfrage im mittelständischen Modehandel ergeben, dass immerhin 42 Prozent der Teilnehmer Tüten aus anderen Materialien (z.B. Papier) verwenden oder dies planen. 18 Prozent haben ihre Entscheidungsfindung noch nicht abgeschlossen. Die restlichen 40 Prozent wollen vorerst bei Plastiktüten bleiben.

 

Tatsache ist: Auch künftig wird der Modehandel Tragetüten ausgeben müssen. Denn im Gegensatz zu fast allen anderen Konsumgütern wie Lebensmittel, Elektrogeräte oder Kosmetik wird Bekleidung fast durchweg ohne Umverpackung verkauft und vermeidet damit auf dieser Stufe im Vergleich zu anderen Branchen bereits Millionen Tonnen von Verpackungsmüll. Als Ausgleich benötigen Hose oder Pullover nach dem Kauf aber einen Witterungsschutz, den bei anderen Gütern z.B. der Karton übernimmt. Nur wenn der Kunde eine geeignete eigene Tasche oder Tüte mit sich führt, kann darauf verzichtet werden.

 

Fazit: Angesichts des öffentlichen Interesses muss sich der Modehandel dem Thema stellen. In diesem Zusammenhang empfiehlt es sich ggf., Gründe für eine Umstellung gegenüber der bisherigen Praxis offen gegenüber den Kunden zu kommunizieren und auch die Mitarbeiter entsprechend zu informieren.

 

Hinweis: Zur Reduzierung des Verbrauchs von Tragetaschen aus Kunststoff empfiehlt der HDE Handelsverband Deutschland die Unterzeichnung einer Selbstverpflichtung, künftig keine Plastiktüten mehr unentgeltlich an die Kunden auszugeben. Stichtag ist der 1. Juli 2016. Wer seit Anfang 2015 von Kunststoff- auf Papiertragetaschen umgestellt hat oder dies in Kürze vorhat, erfüllt damit also ebenfalls die Voraussetzungen zur Unterzeichnung.

 

Wichtig: Die Selbstverpflichtung ist für die Teilnehmer bis 50 Mio. Jahresumsatz und 250 Mitarbeiter kostenfrei, wenn weniger als 10 Mio. Tüten ausgegeben werden. Vorgeschrieben ist ein jährliches Monitoring von den teilnehmenden Unternehmen. Weitere Informationen zur Selbstverpflichtung im Internet unter www.einzelhandel.de.


Praxiswissen Textil - Schuhe - Leder

In der Fachreihe BTE-Praxiswissen Textil-Schuhe-Leder bietet der BTE (über den ITE-Verlag) ca. 30 Titel für die Unternehmensführung und das erfolgreiche Verkaufen von Mode an. Diese Publikationen werden von Fachleuten für die Entscheidungsträger und Mitarbeiter der Branche geschrieben.

 

Themengebiete u. a. :

  • Betriebswirtschaft und Management
  • Verkauf, Marketing und Werbung
  • Organisation
  • Personal
  • Rechtsfragen
  • Statistiken

 Darüber hinaus existiert ein umfangreiches Programm an Schulungsmaterialien.


Produktsicherheitsgesetz

Ende 2011 ist das neue an europäischem Recht ausgerichteten Produktsicherheitsgesetzes (ProdSG) in Kraft getreten. Wichtigste Neuerung ist die mit Bußgeld bewehrte Pflicht des Herstellers oder Importeurs, seinen Namen und die Kontaktanschrift auf dem Produkt vollständig und richtig anzugeben. Nur wenn das (technisch) unmöglich ist, darf diese Adresse auf der Verpackung mitgeteilt werden. Ein Verweis auf eine Internetadresse reicht nicht aus.