I

ITE

Im Auftrag des BTE veröffentlicht das Institut des Deutschen Textileinzelhandels GmbH (ITE) regelmäßig Informationen über den gesamten deutschen Textileinzelhandel und unterhält ein umfangreiches Verlagsprogramm zu folgenden Themen:

  • Marketing
  • Verkauf
  • Personal
  • Betriebswirtschaft / Management
  • Organisation / Warenwirtschaft
  • Rechtsfragen
  • Statistik

Darüber hinaus betreibt das ITE das BTE Clearing-Center für den elektronischen Datenaustausch (EDI) zwischen Handel und Industrie und ist Herausgeber u.a. des Fachmagazins BTE marketing berater.

 

ITE GmbH, Weinsbergstr. 190, 50825 Köln

Tel.: 0221 921509-0, Fax: 0221 921509-10


J

Jubiläumsverkauf

Seit der Liberalisierung des Wettbewerbsrechts Mitte 2004 sind die sog. Sonderveranstaltungen nicht mehr ausdrücklich reglementiert. Räumungsverkäufe, Jubiläumsverkäufe und Schlussverkäufe lassen sich damit zu jedem gegebenen Anlass und ohne irgendwelche Anmeldung durchführen.

 

Eine wichtige wettbewerbsrechtliche Grenze bildet aber das Verbot der Irreführung. Darunter fällt auch das ausdrückliche Verbot von Mondpreisen. Unzulässig sein dürften ferner unechte Räumungsverkäufe oder falsche Geburtstage, wobei vor allem Grenzfälle durch die Gerichte geklärt werden müssen.

 

Weitere Hinweise zu diesem Thema finden sich in der BTE-Fachdokumentationen "Altware erfolgreich abschleusen".

 

Hilfestellung bei der Planung des geeigneten Veranstaltungszeitraums, der unterstützenden Marketingmaßnahmen und bei Umsatz- sowie Ertragshochrechnungen bietet BTE-KompetenzPartner Hutter&Unger.


K

Kalkulations-App

Über Jahrzehnte war die BTE-Kalkulationsscheibe für tausende Modehändler ein unentbehrlicher Begleiter beim Einkauf. Mit deren Hilfe konnte jeder Nutzer schnell und bequem Spannen und Aufschläge sowie Netto- und Bruttopreise erkennen und berechnen.

 

Jetzt hat der BTE die Funktionen der Kalkulationsscheibe in eine App transferiert, die gleichermaßen auf Apple- und Android-Betriebssystemen läuft. Entwickelt wurde dieser „Handelskalkulator“ vor allem für Smartphones, er funktioniert aber auch auf Tablets.

 

Die App erlaubt es, den Verkaufspreis (brutto und netto mit unterschiedlichen Mehrwertsteuersätzen), den Netto-Einkaufspreis sowie die Handelsspanne als Aufschlag bzw. Abschlag zu errechnen, wenn jeweils zwei dieser drei Werte vorliegen. Blitzschnell können so beim Einkauf Kalkulationen überprüft und neu berechnet werden.

 

Um Nachbarwerte, wie z.B. den nächstmöglichen marktgerechten Verkaufspreis, und deren Auswirkungen auf die Basisrechnung zu beurteilen, können in der App unter Beibehaltung eines Werts die beiden anderen in kleinen Schritten verändert werden. Vor allem bei frei kalkulierbaren Artikeln werden damit die Folgen von Preis- und Spannenänderungen sofort sichtbar.

 

Hinweis: Die Installation der neuen Kalkulationsapp ist problemlos in wenigen Schritten möglich. Zu erwerben ist der „Handelskalkulator“ des BTE zum Preis von 5,99 EUR im App- bzw. Play-Store. Durch Klick auf unten stehende Logos gelangen Sie direkt zum entsprechenden Download.


Kartellrecht

Die Bußgeldbescheide des Kartellamtes für Wellensteyn und P&C wegen verbotener Preisabsprachen haben die Modebranche verunsichert. Der BTE hat daher das Gespräch mit dem Bundeskartellamt gesucht. Ende 2017 kam es zusammen mit dem Fachverband German Fashion zu einem Treffen mit den für die textile Kette zuständigen Beamten. Die zentralen Erkenntnisse aus diesem und weiteren Expertengesprächen:

 

Problemfeld „Sortimente, Artikel, NOS-Steuerung“

  • Der Lieferant kann die Auswahl der Sortimente oder Artikel vornehmen und die NOS-Steuerung übernehmen.
  • Der Lieferant darf dabei keine NOS-VK-Preise (Ausnahme: Höchstpreise) vorschreiben.
  • Der Lieferant kann sich verpflichten, nicht abverkaufte Ware nach Ende der Saison zurückzunehmen.

Problemfeld „Direkter Austausch VK-Daten“

  • Es dürfen keine zukünftigen VK-Preise (z.B. für Aktionen) abgefragt werden.
  • Verkauft ein Lieferant selbst direkt (online/stationär), so besteht ein unmittelbares Wettbewerbsverhältnis zum Handel (dualer Vertrieb) und es dürfen grundsätzlich keine aktuellen VK-Preisdaten ausgetauscht werden.
  • Karenzfrist: VK-Preisdaten erzielter VKs sollten sicherheitshalber mit einem gewissen zeitlichen Nachlauf von z.B. einem Monat vom Handel an die betreffenden Lieferanten übermittelt werden, damit über die Datenabfrage kein Einfluss auf die aktuellen oder künftigen VK-Preise des Händlers genommen wird.
  • Sollte die zeitnahe Übermittlung auf Einzelartikel-Ebene im Ausnahmefall unverzichtbar sein, sind Sicherheitsvorkehrungen angezeigt, um eine Einwirkung auf die Verkaufspreise auszuschließen. Zu denken wäre beispielsweise an Clean Teams und Chinese Walls, wobei das Kartellamt deren Wirksamkeit mit Skepsis sieht.

Problemfeld „Preisauszeichnung, Etikettierung“

  • Vorauszeichnungen durch den Lieferanten sind prinzipiell möglich, aber der Händler muss frei über den VK-Preis entscheiden (d.h. Vorauszeichnung entsprechend der Vorgabe des Händlers möglich, aber nicht z.B. die Formulierung „Es gilt die unverbindliche Preisempfehlung des Lieferanten“).
  • Der Lieferant kann einen VK-Preis im PRICAT hinterlegen, der beim Kassieren verwendet wird. Der Händler muss die VK-Preise allerdings jederzeit ändern (lassen) können und in seiner Entscheidung frei bleiben.
  • Anders ist dies bei echten Handelsvertreterverhältnissen (Kommissionsverträge nach BGB/HGB).

Problemfeld „Rabatte auf den EK/Spannengarantien“

  • Der Lieferant darf keine Rabatte gewähren, um zu kartellrechtlich unzulässigen Verhaltensweisen anzureizen(Einhaltung der UVP, Unterlassen des Online-Verkaufs, Unterlassen von Passivverkäufen außerhalb des eigenen Gebiets etc.).
  • Feste Spannen bzw. garantierte Roherträge stellen vertraglich mögliche Abweichungen von der üblichen Risikoverteilung zwischen Lieferant und Händler dar. Die Übernahme des höheren Risikos durch den Lieferanten erfolgt dann insbesondere im Gegenzug für erweiterte Einflussmöglichkeiten auf Sortimentsgestaltung und Warensteuerung. Diese Garantien dürfen aber nicht als Zusicherung des Lieferanten erscheinen, dass er auf VK-Preise hinwirkt, die diese Margen oder den Rohertrag sichern. Der Händler ist frei in der Setzung seiner Verkaufspreise.

BTE-Tipp: Die Marktteilnehmer sollten alle bestehenden Kooperationen im Hinblick auf die Kartellrechtskonformität überprüfen!


Kennzahlen

Betriebswirtschaftliche Kennzahlen dienen der Steuerung des eigenen Unternehmens und dem Vergleich mit anderen Betrieben der Branche. Die wichtigsten Kennzahlen sind Personal- und Raumleistung, Durchschnittsumsatz pro Kauf, Rohertrag, Lagerumschlag, Betriebsergebnis und die Rentabilitäts- bzw. Erfolgskennzahl. Einige dieser Kennzahlen enthält das BTE-Taschenbuch.

 

Hinweise zum Umgang mit betriebswirtschaftlichen Kennzahlen finden sich auch in der BTE-Fachdokumentation "Kurzfristige Erfolgsrechnung im Textileinzelhandel".

 

Auch bei vertikalen Flächenpartnerschaften werden betriebswirtschaftliche Kennzahlen für Planung, Steuerung und Erfolgskontrolle herangezogen. Um Missverständnissen in der Kommunikation zwischen Handels- und Industriepartnern vorzubeugen haben BTE und GermanFashion unter Mitwirken namhafter Unternehmen der Modebranche sowie der Unternehmensberatung hachmeister+partner eine gemeinsame Anwendungsempfehlung erarbeitet und im April 2009 veröffentlicht. Diese "Kennzahlen-Definition" in der vertikalen Flächensteuerung kann hier kostenfrei heruntergeladen werden.

Download
BTE GF-Anwendungsempfehlung Flächensteuerung 27.05.2009
BTE GF-Anwendungsempfehlung Flächensteue
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Kinderarbeit

Der BTE befürwortet die "Erklärung betreffend Beschaffungs- und Verhaltensregeln zur Gewährleistung von Sozialstandards" der Außenhandelsvereinigung des Deutschen Einzelhandels (AVE) (Internet: www.ave-international.de, E-Mail: info@ave-intl.de) gegen Kinderarbeit. Darin ist bei Nicht-Einhaltung der Vorgaben die Beendung der Geschäftsbeziehung mit dem Lieferanten vorgesehen.

 

Webinar "Bündnis für nachhaltige Textilien": Kinder- und Zwangsarbeit in der Textil-Lieferkette.

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Webinar Kinder- und Zwangsarbeit.pdf
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Auch der mittelständische Einzelhandel sollte sich zumindest von seinen Lieferanten schriftlich bestätigen lassen, dass die Ware nicht durch ausbeuterische Kinder- oder Zwangsarbeit hergestellt worden ist.


Kleiderbügel

Auf Initiative des BTE und Verbänden der Bekleidungsindustrie wurde vor einigen Jahren das Standard-Kleiderbügel-Rückführ-System (SKRS®) geschaffen. Ende 2012 waren rd. 80 Unternehmen aus der Bekleidungsindustrie beteiligt, die ca. 40 Handelsunternehmen mit den Standard-Kleiderbügeln belieferten.

 

Koordiniert wird SKRS von GS1Germany, Frau Schalke, Tel. 0221 94714-410, E-Mail: kleiderbuegel@gs1-germany.de, Internet: www.skrs.org.


Kundenbindung/Kundenkarten

Im Zuge rückläufiger Besucherzahlen in vielen Innenstädten wird das Thema Kundenbindung immer wichtiger. Bei folgenden Instrumenten bietet der BTE Unterstützung:


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LDT-Nagold

Seit über 60 Jahren werden im Nordschwarzwald in der "Lehranstalt des Deutschen Textileinzelhandels" junge Nachwuchskräfte für Führungspositionen in allen Stufen des Textil-, Schuh-, Sport- und Lederwarenhandels ausgebildet. Auch die vorgelagerten Industriestufen sowie Dienstleister im Modebereich sind interessierte "Abnehmer" für Nagold-Absolventen.

 

In zwei Jahren besteht die Möglichkeit an der gemeinnützigen, aber privaten Fachschule zum Betriebswirt (BTE) oder in kürzerer Zeit zum Fachwirt zu werden. Nach wie vor sind die Abschlüsse aus Nagold in der Branche hoch anerkannt und werden manch akademischem Grad vorgezogen. Wer will, kann aber von Nagold aus auch an Partnerhochschulen weiterstudieren und als Bachelor oder Master abschließen.Der BTE ist ideeller Träger der Schule, die als gemeinnützige GmbH von einem Aufsichtsrat geleitet wird. Unterstützt wird sie dabei von der ebenfalls gemeinnützigen Stiftung zur Förderung der LDT.

 

Details unter www.ldt.de.


LDT-Stiftung

Die Stiftung zur Förderung der LDT Nagold ist eine gemeinnützige Institution, die der Schule Räumlichkeiten und materielle Hilfen zur Verfügung stellt. Darüber hinaus bietet die Stiftung u.a. alle 2 Jahre Stipendien für qualifizierte und engagierte Berufsanfänger, denen ein Vollzeitstudium an der LDT gewährt wird.

 

Die ehrenamtlich geführte Stiftung freut sich über jede Spende, die der Ausbildung des Branchennachwuchs zugeführt wird!

 

Details unter www.ldt.de/architektur/ldt-stiftung.html


LDT-Stipendium

vergeben durch die Stiftung zur Förderung der LDT Nagold, c/o BTE, An Lyskirchen 14, 50676 Köln

 

1. Stipendienumfang

Das LDT-Stipendium umfasst im Regelfall die Studiengebühren für maximal 5 Semester des Vollzeitstudiums sowie ein Bücher-/Skriptengeld von je 75 € pro Semester. Zur Prämierung besonderer Studienleistungen kann auf Vorschlag der LDT-Geschäftsführung auch ein Stipendium für einzelne oder mehrere Semester (ab dem 3. Semester) des Vollzeitstudiums gewährt werden.

 

Das Stipendium entfällt ersatzlos zum jeweiligen Semesterende, wenn der/die Stipendiat/in unentschuldigt Präsenzzeiten an der LDT nicht besucht und/oder unentschuldigt an Klausuren und Prüfungen nicht teilnimmt.

 

2. Finanzrahmen

Der Vorstand der Stiftung zur Förderung der LDT Nagold entscheidet freibleibend jedes Jahr über den für die Stipendienvergabe zur Verfügung stehenden Finanzrahmen, die Zahl möglicher neuer Stipendienplätze und die Mittelfreigabe.

 

3. Auslobung

Nach der Entscheidung des Stiftungsvorstands über die für das nächste Studienjahr zur Verfügung stehenden Mittel erfolgt eine öffentliche Auslobung über die TEXTILWIRTSCHAFT, den Schuhkurier und die Internetseite der LDT.

 

4. Bewerbungsschluss

Bewerbungen an die Geschäftsstelle der Stiftung in Köln sind möglich jeweils bis zum 30.11. eines Jahres für einen Studienbeginn im Folgejahr.

 

5. Form und Inhalt

Bewerbungen haben schriftlich zu erfolgen. Das Bewerbungsschreiben soll über die Motivation des/der Bewerbers/Bewerberin um ein Stipendium Aufschluss geben und Schulabschlusszeugnisse, Ausbildungszeugnis sowie ein eventuelles Empfehlungsschreiben des Ausbildungsbetriebs enthalten.

 

6. Bewerbungsvoraussetzungen

  • Lebensalter zwischen 18 und 25 Jahren
  • Guter Abschluss einer kaufmännischen Berufsausbildung
  • Empfehlende Beurteilung durch den Ausbildungsbetrieb
  • Keine anderweitige Förderung/Stipendium während des LDT-Studiums
  • Keine über das Ausmaß einer studentischen Nebenbeschäftigung hinausgehende Erwerbstätigkeit während der Präsenzzeiten in Nagold
  • Die kaufmännische Ausbildung und das LDT-Studium müssen jeweils Erstausbildungen sein
  • Bei gleich guten Bewerbungen soll die soziale Bedürftigkeit der Bewerber berücksichtigt werden

7. Stipendienvergabe

Das vom Vorstand der Stiftung für je vier Jahre benannte Vergabegremium wird beim Vorliegen mehrerer ähnlich guter schriftlicher Bewerbungen mit den besten Bewerbern ein persönliches Gespräch führen und danach seine Entscheidung treffen.

 

8. Vertraulichkeit

Die erfolgreichen Bewerber werden ebenso wie alle übrigen Bewerber nach Abschluss des Auswahlverfahrens persönlich, schriftlich und vertraulich über die Entscheidung des Vergabegremiums informiert. Die Namen von Stipendiaten werden nur mit deren Zustimmung veröffentlicht.

 

9. Freibleibendes Verfahren

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. So ist der Stiftungsvorstand insbesondere jederzeit frei in seiner Entscheidung, Finanzmittel für weitere Stipendien freizugeben oder nicht. Das vom Stiftungsvorstand eingesetzte Vergabegremium hat gestützt auf sachlich überprüfbare Gesichtspunkte zu entscheiden. Es ist in seinen Entscheidungen an keinerlei andere Weisung gebunden. Die Entscheidung des Vergabegremiums ist nicht anfechtbar. Die Verhandlungen des Vergabegremiums sind nicht öffentlich und vertraulich.

 

10. Datenschutz

Bewerbungsunterlagen, persönliche Daten, Zeugnisse und Schriftstücke, die als Scan oder in Papierform die Stiftung zu Bewerbungszwecken erreichen, werden bis zur Entscheidung des Vergabegremiums sicher aufbewahrt. Eine Weitergabe von Daten an Dritte außerhalb des vertraulich arbeitenden Vergabegremiums findet nicht statt.

 

Nach dem ersten Quartal des Folgejahres werden Unterlagen nicht berücksichtigter Bewerber um ein Stipendium gelöscht oder physisch vernichtet. Unterlagen von Stipendiaten werden zur Erfüllung rechtlicher und steuerrechtlicher Vorschriften 10 Jahre lang aufbewahrt. Auch hier findet keine Weitergabe - außer an die Verwaltung der LDT gGmbH - an Dritte statt.


Lederwaren-Retouren

Die Abwicklung von Reklamationen hat sich in den letzten Jahren zu einem echten Ärgernis entwickelt. Bemängelt wird neben einer zunehmenden Reklamationsquote auch der bürokratische Wildwuchs, da die Abwicklung von Reklamationen (Anforderungen, Vorgehensweisen und Formulare) bei fast allen Lieferanten unterschiedlich abläuft und daher unnötige Arbeitszeit kostet.

 

Der BLE Handelsverband Lederwaren, ein Mitgliedsverband des BTE, hat zusammen mit den beiden Einkaufsverbände Assima und Goldkrone eine "Empfehlung zur Abwicklung von Konsumenten- und Neuwaren-Reklamationen" erarbeitet.

 

Weitere Informationen hierzu finden Sie unter www.lederwareneinzelhandel.de (Rubrik: Fachthemen).